Verkehr

99,7 Prozent wollen Pkw-Variante für Empel

Cornelius Meyboom und Gerd Klinkhammer (re.) ziehen an einem Strang.

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Cornelius Meyboom und Gerd Klinkhammer (re.) ziehen an einem Strang. Foto: WAZ FotoPool

Empel.   Zum Betuwe-Ausbau: Ortsvorsteher Cornelius Meyboom hat über 200 Unterschriften für seine Variante für Empel gesammelt. Er meint, nur eine Minderheit um Kurt Nienhuysen und das Ehepaar Born wollen keine Pkw-Unterführung.

Der Vorstoß von Kurt Nienhuysen und dem Ehepaar Brigitte und Kurt Born, die keine Pkw-Unterführung für Empel wollen (wir berichteten), hat Ortsvorsteher Cornelius Meyboom und den ehemaligen Stadtdirektor Gerd Klinkhammer auf den Plan gerufen. „Ich bin davon überzeugt, dass 99,7 Prozent der Empeler eine Pkw-Unterführung wünschen“, sagte Meyboom gestern. Grund zu dieser Annahme gibt ihm eine Liste, mit der er seit Tagen durch das Dorf tourt und Unterschriften für die Meyboom-Variante sammelt. „Jeder, wirklich jeder hat unterschrieben“, sagt er: Nur Kurt Nienhuysen und die Borns nicht.

Gut 200 Unterschriften sind es inzwischen, von Anwohnern an der Reeser-, Hütten- und Hurler Straße, an der Straße Zur Landwehr und Am Bogen. „Selbst die Anwohner der Straße Am Bogen haben unterzeichnet, die künftig mehr belastet werden könnten, also Nachbarn von Born sind“, so Meyboom. Ihm liegen acht Unterschriften vor. „Auf der anderen Seite muss man ja auch sehen, dass die Anwohner, die auf dem anderen Seite Am Bogen wohnen, dort, wo auch Nienhuysen wohnt, durch die Meyboom-Variante weniger durch Verkehr belastet würden, als sie es heute sind“, sagt Klinkhammer: „Mit ziemlicher Sicherheit wird das dann ja abgebunden.“

Nach wie vor halten die beiden die Variante, die sie vorgestellt haben, für die beste Lösung. Ihrer Vorstellung nach sollte die Unterführung in Höhe der Straße Am Bogen liegen und zwar für Pkw wie Radfahrer und Fußgänger. An der Straße Am Bogen würde demnach die Trasse starten, die dann unter den Schienen zum östlichen Teil Empels geführt und an die Hüttenstraße anbinden würde. „Das ist weit besser als die Kottowski-Lösung“, so der Ortsvorsteher. Erstens weil Am Bogen und die Hüttenstraße schon tiefer lägen, andererseits zweitens die Verbindung alle drei Verkehre aufnehmen könne, drittens die Angsträume hier kein Thema seien und viertens, weil diese Variante wohl kostengünstiger als die Kottowski-Lösung sei. Problem sei möglicherweise, dass das Eisenbahnbundesamt einer einspurigen Trasse als Unterführung mit Ampel nicht zustimme. „Aber das liegt nicht in unserer Hand“, so Meyboom. Es gelte zu retten, was noch zu retten sei. Erneut brachte er die Sicherheit als Hauptargument für eine Pkw-Unterführung ins Spiel: „Wird die B 67, an der ja derzeit gebaut wird, irgendwann auch bei uns dreispurig geführt, wird es immer schwieriger für uns Empeler sie zu queren.“

Die 600 Meter Umweg, die Nienhuysen vorrechnet, halten sie für geschönt. „Wenn Meyboom zu seinen Nachbarn östlich der Bahn fährt, ist das jetzt ein Katzensprung, künftig fährt er 2,1 Kilometer hin und 2,1 Kilometer wieder zurück!“

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