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Betuwe Millingen: Politiker nahmen Unterschriften entgegen

Eine Delegation aus Empel und Millingen mit Bürgermeister Christoph Gerwers und seinem Vorgänger Dr. Bruno Ketteler übergaben in Berlin die Unterschriftenlisten an Dr. Barbara Hendricks und Ronald Pofalla.

Eine Delegation aus Empel und Millingen mit Bürgermeister Christoph Gerwers und seinem Vorgänger Dr. Bruno Ketteler übergaben in Berlin die Unterschriftenlisten an Dr. Barbara Hendricks und Ronald Pofalla.

Rees/Berlin.   Eine Delegation aus Rees reiste mit der Bahn nach Berlin. Hier sagten Dr. Barbara Hendricks (SPD) und Ronald Pofalla (CDU) zu, eine Modifizierung der geplanten Varianten prüfen zu lassen.

Um ihren Forderungen nach Bahnunterführungen in Millingen und Empel Nachdruck zu verleihen, haben die Ortsvorsteher beider Ortsteile, Günter Boland und Cornelius Meyboom, Unterschriften gesammelt – und diese nun nach Berlin gebracht. Mit Bürgermeister Christoph Gerwers und sechs weiteren Vertretern aus der Rees machten sie sich, per Bahn, auf den Weg in die Hauptstadt, um Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Ronald Pofalla die Unterschriftenlisten zu überreichen.

„Wir wollen in Empel und Millingen jeweils eine Unterführung, die nicht nur von Fußgängern und Radfahrern, sondern auch von PKW genutzt werden kann“, erklärte Meyboom. „Die Mauseloch-Variante, bei der das Ende des Tunnels nicht zu sehen ist, wird unsererseits konsequent abgelehnt“, ergänzte Boland. Die Ortsvorsteher haben insgesamt 1774 Unterschriften gesammelt. Zusätzlich zu den Unterschriftenlisten überreichte Meyboom den Abgeordneten die Alternativplanung einer Unterführung, die in Verlängerung der Straße Am Bogen verlaufen soll und von 170 Empeler Bürgern unterstütz wird.

Hendricks und Pofalla nahmen die Unterschriftenlisten und die Alternativplanung entgegen und sagten zu, eine Modifizierung der bislang geplanten Unterführungsvarianten für Millingen und Empel prüfen zu lassen. Der Bürgermeister dankte den Abgeordneten und zeigte sich zuversichtlich, dass man zu vernünftigen Lösungen für Millingen und Empel kommen werde.

Die konkreten Planungen zum dreigleisigen Ausbau der Betuwe-Linie im Planungsabschnitt Millingen-Empel stoßen bei den Bürger bekanntlich auf massiven Widerstand. Die Pläne sehen für Empel und Millingen nur unübersichtliche Standard-Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer vor, die nicht unerhebliche Angsträume darstellen.

„Gleichzeitig lassen wir ein Gutachten fertigen, um die Kosten für meine Variante zu ermitteln. Ich schätze, die ist günstiger als die von der Bahn“, trug Conny Meyboom vor. Der Empeler, der kein Blatt vor den Mund nimmt, hielt sich allerdings in Berlin zurück und konfrontierte Ronald Pofalla nicht mit einer möglichen Bahn-Zukunft. „Er will uns doch helfen! Im Gespräch war er sehr zurückhaltend. Und Barbara Hendricks habe ich gesagt: „Sie soll uns kein Geld besorgen, sondern dafür sorgen, dass die Bahn den Plan fallen lässt.“

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