Blut, Schweiß und Tränen

Die Krise der Autobranche ist auch selbst verschuldet.

Blut, Schweiß und Tränen - viel mehr haben die Autobauer derzeit nicht anzubieten. Kurzarbeit und Zwangsurlaub sind erst der Anfang, Stellen-abbau dürfte folgen. Das ist nicht nur für die Beschäftigten tragisch, sondern auch für den hiesigen Autostandort. Denn dass gestrichene Kapazitäten im Hochlohnland Deutschland wieder aufgebaut werden, dürfte illusorisch sein.Spätestens hier muss man jedoch fragen, ob es nur die von der Finanzkrise ausgelös-te Verbraucher-Unsicherheit ist, die jetzt die Autos in den Lägern verstauben lässt. Zumindest hier und dort dürfte die Krise auch eine genehme Ausrede sein, die von verfehlter Modellpolitik ablenkt.Immer noch werden hierzulande zu große Autos gebaut, als dass sie beim durch Öko-Bewusstsein und Geldsorgen auf Kleinwagen eingestellten europäischen Verbraucher in der Breite punkten könnten. Dies wird die Branche auch dann merken, wenn geplante Umwelt-Subventionen der Bundesregierung ausländischen Herstellern zugute kommen. Selbst dicke Dienstwagen dürften in der Krise immer weniger gefragt sein.

t.ruenker@nrz.de

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