Güterverkehr

Drittes Gleis der Betuwe-Linie soll doch kommen

Protestaktion der IG BISS in Emmerich gegen die Pläne zur Betuwe. Foto : Johannes Kruck / WAZ FotoPool

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Düsseldorf. Im Streit um den Ausbau der Betuwe-Linie hat es jetzt offenbar einen Durchbruch gegeben. Wie aus der Sitzung des Projektbeirats am Dienstag verlautete, werde das dritte Gleis und damit auch der verbindliche Lärmschutz entlang der Bahnlinie gebaut.

Sobald Baurecht vorliege, werde das dritte Gleis der Güterzugstrecke Betuwe gebaut - inklusive verbindlichem Lärmschutz. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Projektbeirats in Düsseldorf am Dienstag. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle, versicherte dies in der Sitzung des Beirats.

Diesem Gremium gehören unter anderem die Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss (CDU) und Michael Groschek (SPD), Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf und der Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, Stefan Dietzfelbinger, an.

Fachleute schätzen, dass es 2014/2015 so weit sein könnte. Zuletzt war wegen der Neubewertung der Strecke und der fehlenden Mittel in der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes befürchtet worden, dass der Bau des dritten Gleises erst weit nach 2020 erfolgen kann.

Schneller als bisher geplant sollen erste Lärmschutzmaßnahmen kommen. Die sogenannten Schienenstegdämpfer, die eine Verringerung des Lärms um vier Dezibel bewirken könnten, werden noch in diesem Jahr auf einer Strecke von acht Kilometern in dicht besiedelten Gebieten eingebaut, erklärte die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss nach der Sitzung.

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