Floriade

Mit einem VRR-Ticket nach Venlo

Ab Januar 2012 gilt das VRR-Ticket auch bis Venlo. Dort können sie zum Beispiel mit der längsten Seilbahn der Niederlande über das Floriade-Gelände fahren. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool

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Ab Januar 2012 gilt das VRR-Ticket auch bis Venlo. Dort können sie zum Beispiel mit der längsten Seilbahn der Niederlande über das Floriade-Gelände fahren. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool Foto: WAZ FotoPool

Venlo. Dem Besucher der Floriade wird es wirklich leicht gemacht: Ab dem 1. Januar 2012 kann die niederländische Grenzstadt Venlo auch mit einem VRR-Ticket erreicht werden.

Bisher mussten die Menschen, die mit der Bahn nach Venlo fahren wollten, theoretisch in Kaldenkirchen aussteigen und dort ein Zusatzticket erwerben. Rechtzeitig zum Beginn der Weltgartenbauausstellung Floriade wird die Stadt im Norden der niederländischen Provinz Limburg als eigenes Tarifgebiet in den VRR einbezogen.

Das heißt: Mit einem Fahrschein kann der Besucher direkt bis zur Ausstellung fahten, die am 5. April 2012 eröffnet wird. „Das wird nach der Floriade nicht rückgängig gemacht, sondern bleibt bestehen“, betont ein Sprecher des Verkehrsverbundes.

Was bringt das
für die Region?

Damit wurde ganz am Rande schon die erste Antwort auf die Fragen gegeben, die sich Floriade-Chef Paul Beck, der Geschäftsführer der Ruhr Touristik GmbH, Axel Biermann und Hanspeter Faas sowie Jochen Sandner von der Bundsgartenschau am Mittwochabend im Previewcenter der Floriade stellten: „Was können Veranstaltungskonzepte für die Region leisten? Wie können sie nachhaltig die Region fördern und das Bild der Region langfristig prägen.“

Axel Biermann könnte da aus dem reichen Kulturhauptstadt-Erfahrungsschatz des Ruhrgebiets berichten. „Wichtig ist, dass die Veranstaltung eine eigene Identität hat und nicht von oben aufgesetzt wird“, erklärte der Ruhr-Touristiker. Das habe bei Ruhr 2010 funktioniert. „Wir hatten 5,3 Millionen Botschafter“, so Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau in Koblenz. Er pflichtete Biermann bei: „Das schafft Akzeptanz in der Bevölkerung.“

Wie eng die Floriade mit deutschen Partnern zusammenarbeitet, machte Jochen Sandner, Geschäftsführer der Bundesgartenbaugesellschaft deutlich: „Es wird 2012 keine Buga und keine Landesgartenschau in NRW geben.“

Paul Beck betonte, dass es sich bei der Floriade nicht allein um eine niederländische Angelegenheit handelt: „Wir reden über ein europäisches Thema.“ Schließlich sollen 40 Prozent der Besucher aus den Niederlanden, 40 Prozent aus Deutschland und 20 Prozent aus anderen Ländern kommen.

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