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"Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden" - Kampf gegen Orks

"Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden" - Kampf gegen Sauron weitab von den neun Gefährten. Foto: Warner Bros Interactive

"Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden" - Kampf gegen Sauron weitab von den neun Gefährten. Foto: Warner Bros Interactive

Neben den neun Gefährten gab es noch viele andere wichtigen Schlachten und Heldentaten in Mittelerde. Mit "Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden" wird nun der Kampf dreier mutiger Recken gegen Saurons Orks beleuchtet. Ein schöner Einfall, der jedoch schnell an Fahrt verliert.

Klar: Aragorn, Gimli, Legolas, Gandalf und die Hobbits haben Sauron letztlich zu Fall gebracht. Doch auch an anderer Stelle in Mittelerde wurden entscheidende Heldentaten vollbracht. Warner Bros Interactive und die Snowblind Studios greifen verschiedene Elemente und Ereignisse aus Tolkiens Fantasy-Romanen auf und verdichten sie zum Actionspiel "Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden", das nun für PC und Konsolen erhältlich ist.

Während die Gemeinschaft des Rings Richtung Moria zieht, fällt der Schatten Mordors auf den Norden. Drei mutige Recken - ein Waldläufer, ein Zwergenkrieger und eine Elbenmagierin - stellen sich der Gefahr und nehmen es mit ein wenig Hilfe von oben mit einer ganzen Armee unter dem Kommando von Saurons Handlanger Agandaur auf.

Kampf gegen Sauron

Schöner Einfall: Zu Beginn des Spiels bekommt das Trio die Instruktionen von Aragorn im Wirtshaus "Tänzelndes Pony" in der beschaulichen Stadt Bree. Dabei orientiert sich "Der Krieg im Norden" eng an den Filmen von Peter Jackson: Aragorn - die digitale Version erinnert nur vage an den Darsteller Viggo Mortensen - sitzt gut erkennbar an derselben Stelle in der Ecke des Gasthofs. Auch die Ringgeister Nazgul und die übrigen Gegnerhorden sind klar den Hollywood-Vorbildern nachempfunden.

Kurze Zeit später findet sich das ungleiche Trio auf seinem Weg gen Norden wieder, der von Heerscharen toter Orks, Uruk-Hai und Trollen gepflastert sein wird: Es stehen leichte und schwere Hiebe zur Verfügung, außerdem können mittels der Schultertasten Fernattacken, Faustkämpfe und Spezialangriffe ausgelöst werden. Obendrein gibt es noch einen Knopf für die obligatorischen Block- und Ausweichmanöver sowie den Griff zur Heiltrank-Buddel.

Monotone Kämpfe

Gerade zu Beginn und vor allem mit menschlichen Gefährten ist "Der Krieg im Norden" eine spaßige Angelegenheit. Die ersten Stufenaufstiege motivieren und schalten neue Fertigkeiten frei. Mit erbeuteten und zugekauften Schutzpanzern und Waffen lassen sich die Helden konsequent aufrüsten, ein befreiter Riesenadler lässt sich fortan als Luftunterstützung herbeirufen. Und weil die drei Helden spezifische Talente wie das Lesen von Fährten oder das Durchbrechen morscher Wände besitzen, gibt es auch fernab des engen Hauptpfades immer wieder etwas zu entdecken.

Doch mit der Zeit ebbt die Begeisterung ab, was vor allem an den monotonen Kämpfen gegen schier endlose Ork-Horen liegt: Im Grunde genommen wird jeder Gegner solange bearbeitet, bis ein gelbes Dreieck über seinem Kopf erscheint. Dann wird der starke Angriff ausgepackt, und drei, vier kritische Hiebe später liegt der Ork enthauptet oder zumindest tot auf der Erde. Überhaupt sind die Gegner nur in der Masse gefährlich. Erschwert wird die Angelegenheit allenfalls durch die träge Kamera, die immer wieder manuell nachjustiert werden muss.

Grobschlächtige Objekte

Noch eintöniger wird es, wenn der Computer die Gefährten ersetzt, weshalb "Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden" in erster Linie für Koop-Fans eine kurzweilig-spaßige Bereicherung des Sortiments, jedoch keinen Pflichtkauf darstellt. Strikte Einzelkämpfer werden nicht lange Freude an dem Titel haben, dessen Inzenierung aufgrund matschiger Texturen und grobschlächtiger Objekte allenfalls als solide zu bezeichnen ist. Schade um die schöne Geschichte, die parallel zur Filmhandlung angesiedelt ist. (teleschau_der mediendienst)

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