MSV-Trainingslager

Borkum flaggt für den MSV Duisburg

Die Zebras auf der Fähre Richtung Borkum: (von links): Julian Koch, Stephan Hennen, Tanju Öztürk, Emil Jula, Srdjan Baljak, Kevin Wolze.

Foto: WAZ FotoPool

Die Zebras auf der Fähre Richtung Borkum: (von links): Julian Koch, Stephan Hennen, Tanju Öztürk, Emil Jula, Srdjan Baljak, Kevin Wolze. Foto: WAZ FotoPool

Borkum.  Der Borkumer Fremdenverkehrsverein bestellte beim MSV Duisburg extra einen Satz MSV-Fahnen. Die Strandpromenade der Ferieninsel ist in diesen Tagen blau-weiß geflaggt. Auch das Hotel „Bloemfontein“ ist entsprechend beflaggt. Beste Voraussetzungen für den Fußball-Zweitligisten, der bis zum Sonntag auf der Nordseeinsel sein ersten Trainingslager bestreitet.

Um 11.04 Uhr legte die Fähre am Mittwoch-Vormittag nach 50-minütiger Überfahrt auf Borkum an. Am Nachmittag stand die erste Trainingseinheit auf dem Programm.

Mit von der Partie ist auch Manager Ivo Grlic, der am Dienstag noch bis kurz vor Mitternacht bei der Jahreshauptversammlung zugegen war. „Das erste Trainingslager ist wichtig, um den Integrationsprozess zu beschleunigen. Ich bin vor allem deswegen mit dabei, weil ich die Möglichkeit habe, viele intensive Gespräche mit den Spielern zu führen“, erklärt der 36-Jährige. Sprechen ist für ihn zu einer Haupttätigkeit als Manager geworden. Grlic lacht: „Natürlich werde ich auf Borkum auch viel telefonieren.“

Nach wie vor bemühen sich die Zebras, den Kader zu reduzieren, um sich so Luft für weitere Transferschachzüge zu verschaffen. Zvonko Pamic (22/Bayer 04 Leverkusen) klebt derzeit in der Pipeline. Gespräche mit dem Mittelfeldmann und seinem Stammklub Bayer 04 Leverkusen gibt es. Der MSV möchte den kroatischen Juniorennationalspieler erneut ausleihen, kann aber erst dann Nägel mit Köpfen machen, wenn Reserven freigeschaufelt sind. Grlic: „Ich bin zuversichtlich, dass wir Zvonko bald bei uns haben. Zurzeit bastele ich an ein paar Sachen und hoffe, dass sie funktionieren.“

Trainer Oliver Reck, der beim Trainingsauftakt noch den einen oder anderen Wunsch äußerte, verweist auf den Faktor Zeit: „Das Transferfenster ist bis zum 31. August geöffnet. Da gibt es für uns noch genug Möglichkeiten, etwas zu machen.“

„Gehen den Weg weiter“

Erstmals in der MSV-Vereinsgeschichte durfte ein Manager bei einer Mitgliederversammlung das Wort ergreifen. „Ich denke, dass meine Worte gut angekommen sind, das hat mich schon gefreut“, so Grlic. Der Ex-Nationalspieler nutzte die Gelegenheit, um Geduld einzufordern. „Natürlich hat jeder von uns den Wunsch, wieder in die erste Liga zu kommen. Aber wir haben nicht den Druck, den Aufstieg in ein, zwei Jahren zu schaffen. Wir müssen der Mannschaft Zeit geben zum Entwickeln.“ Der lautstarke Beifall aus den Mitgliederreihen bestätigte Grlic in seinen Ausführungen. „Es gibt nichts Besseres, als wenn sich eine Mannschaft mit dem Verein identifiziert. Wir gehen weiter den Weg mit jungen Spielern.“

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