Kreispokal

FSV Duisburg und Hamborn 07 stehen im Niederrheinpokal

Denis Tahirovic erreichte mit dem FSV Duisburg den Niederrheinpokal.

Foto: Udo Milbret

Denis Tahirovic erreichte mit dem FSV Duisburg den Niederrheinpokal. Foto: Udo Milbret

Duisburg.   Der DSV 1900 scheitert beim Bezirksligisten Mülheim 07 in der Verlängerung. Die Löwen siegen, verlieren aber Torwart Schäfer per Platzverweis.

Hamborn 07 und der FSV Duisburg gewannen am Mittwoch-Abend ihre Fußball-Kreispokalspiele und zogen damit in den FVN-Pokal ein. Der DSV 1900 scheiterte hingegen bei Mülheim 07 in der Verlängerung.

SV Laar 21 – Hamborn 07 0:4 (0:1): B-Ligist Laar 21 brannte vor dem Spiel ein Feuerwerk ab, hinter dem Hamborner Tor erhellten zwei Bengalos die Abenddämmerung. Auch auf dem Platz ging es hitzig zu. Im zweiten Durchgang kam es aus Sicht von 07-Trainer Didi Schacht zum Eklat. 07-Torwart Dominik Schäfer kassierte die Rote Karte. Der Schiedsrichter sah ein Handspiel außerhalb des Strafraums. Schacht: „Unfassbar. Es war ein Kopfball. Das haben selbst die Laarer gesagt.“ Da Torwart Björn Blättermann verletzt ist, steht der Bezirksliga-Spitzenreiter nun ohne Torwart da.

Auch Laar kassierte Rot

Laar verteidigte mit allen Mitteln, versuchte so lange wie möglich die Null zu halten. Das klappte bis zur 30. Minute. Kai Neul brachte die Löwen per Foulelfmeter in Führung. Die Schiedsrichter-Entscheidung nach einem Tritt gegen David Gehle erhitzte die Gemüter. Die Laarer sahen kein Foul, Gehle musste indes verletzt vom Feld.

Auch für den Laarer Raphael Bach war der Abend beendet. Er flog wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz. Nach der Pause machte Hamborn durch Tore von Kevin Kirchner (62.), Daniel Schäfer (74.) und Kota Sawano (89.) alles klar. Freuen konnte sich Schacht darüber nicht.

DJK Vierlinden – FSV Duisburg 3:5 (2:2): Im Duell des Landesliga-Anwärters aus Walsum und des Landesligisten von der Warbruckstraße war eine Menge los. Bereits in der sechsten Minute brachte Erhan Mutlu die Gäste in Führung. Doch davon ließen sich die Vierlindener nicht beeindrucken. In der 14. Minute hatte Mehmet Yilmaz die erste gute Chance für die DJK, verpasste aber.

Nach einer guten FSV-Gelegenheit durch Ibrahim Bulut war Yilmaz dann aber mit 2:2 zur Stelle (24.). In der 35. Minute lag der FSV jedoch wieder vorne, nachdem Bulut für die Gäste getroffen hatte. Diesmal dauerte es nur zwei Minuten bis zum Ausgleich – den erzielte Toptorjäger Benjamin Koncic, der in der Bezirksliga bereits 41 Mal für Vierlinden erfolgreich war.

Verdienter FSV-Erfolg

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie intensiver – und auch wenn FSV-Trainer Denis Tahirovic sagte, dass die Partie für ihn völlig unbedeutend sei, scheinen das seine Kicker anders gesehen zu haben. Denn die Blau-Roten hängten sich in die Partie und gingen in der 62. Minute nach einem Kopfball von Bulut erneut in Führung. Noch auch die DJK blieb am Ball: Niko Koncic, der die ersten beiden Vierlindener Tore vorbereitet hatte, hätte in der 71. Minute ausgleichen können, brachte den Ball aber nicht im Netz unter.

Das bestrafte der FSV, der durch Bulut zum Dritten (72.) und Edin Husic (78., Foulelfmeter) auf 5:2 erhöhte. Benno Koncic stellte den 3:5-Endstand her (90.). „In der ersten Halbzeit waren wir nach den Führungstreffern zu nachlässig. Aber in der zweiten Halbzeit waren wir überlegen und haben verdient gewonnen“, sagte FSV-Trainer Denis Tahirovic. Auch DJK-Coach Almir Duric sah einen verdienten Erfolg der Gäste, „der aber zu hoch ausgefallen ist. Wir hatten nach dem 2:2 die Chance zur Führung und nach dem 2:3 zum Ausgleich.“

Mülheim 07 – Duisburger SV 1900 3:2 (2:2, 2:0) n.V.: Für den DSV 1900 lief es beim Bezirksligisten gar nicht gut. „Wir machen wirklich ein schlechtes Spiel“, ärgerte sich Jörg Kessen, der Sportliche Leiter des Landesligisten aus Wanheimerort zur Pause. Schon in der 16. Minute fingen sich die Schwarz-Roten den Rückstand, als sich gleich vier DSV-Spieler vernatzen ließen. Neun Minuten vor der Pause erhöhte Mülheim auf 2:0 – ein Kopfball rauschte nach einem Freistoß von außen ins Netz der 1900er.

Nach dem Seitenwechsel wurde der DSV 1900 dann aber bissiger: Bereits in der 46. Minute verkürzte Emre Camdali per Kopf, nachdem Kevin Kessen den Ball per Freistoß vor das Tor gebracht hatte. Nach rund einer Stunde hatte Camdali dann auch den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber – allerdings hatte auch der MSV 07 weitere Chancen, die Führung auszubauen.

„Jetzt geht es hoch und runter“, sagte Jörg Kessen. Und tatsächlich gelang den Wanheimerortern der Ausgleich: Nach einem langen Ball war Stürmer Samet Sadiklar auf und davon und traf in der 72. Minute zum 2:2. Dabei blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit – und beinahe auch bis zum Ende der Verlängerung. In der 119. Minute gelang Mülheim der Siegtreffer.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik