Regionalliga

Rot-Weiss Essen dreht packendes Derby gegen RWO zum 4:2

Rot-Weißer Derby-Jubel mit (v.l.) Max Dombrowka, Benedikt Koep, Markus Heppek (halb verdeckt), Konstantin Sawin und Maik Rodenberg.

Foto: Michael Gohl/WAZ FotoPool

Rot-Weißer Derby-Jubel mit (v.l.) Max Dombrowka, Benedikt Koep, Markus Heppek (halb verdeckt), Konstantin Sawin und Maik Rodenberg. Foto: Michael Gohl/WAZ FotoPool

Oberhausen.   Turbulentes Derby: Mit einem 4:2-Sieg im packenden Duell gegen Rot-Weiß Oberhausen hat Rot-Weiss Essen als erstes Team die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga West übernommen. RWE gab zunächst eine Führung aus der Hand - kämpfte sich dann aber zurück in die Partie.

„Magische Momente“ – dieser Ausstellungstitel prangt weithin sichtbar am Gasometer, einen Steinwurf entfernt vom Stadion Niederrhein in Oberhausen. Der erste magische Moment im Derby zwischen Rot-Weiß Oberhausen und RWE blieb zunächst lange die Zuschauerzahl. 13.145 Fußball-Fans wollten das Derby zum Saisonauftakt sehen. Der große Andrang führte dazu, dass Schiedsrichter Florian Steuer das Spiel mit einer Viertelstunde Verspätung anpfiff.

Die Oberhausener übernahmen zu Beginn der Partie die Initiative, rissen das Spiel förmlich an sich. Die Essener Viererkette mit den starken Innenverteidigern Michael Laletin und Maik Rodenberg sowie den Außenverteidigern Max Dombrowka und Roberto Guirino wurde aber selten in Gefahr gebracht. Einmal vertändelte Oberhausens Patrick Bauder (4.), einmal Tim Eckstein (19.) in aussichtsreicher Position – optisch überlegen, aber ohne große Durchschlagskraft.

Kevin Grund rüttelte RWE nach schwachem Beginn mit dem 1:0 wach

Allerdings brachten die Essener nach vorne zunächst gar nichts zustande. Ballgewinnen folgten oft Ballverluste auf dem Fuß. Erst allmählich tastete sich Rot-Weiss an den Oberhausener Strafraum heran. Und die erste Chance saß gleich. RWE-Kapitän Markus Heppke täuschte am linken Strafraumeck einen Schuss an, schob den Ball aber gefühlvoll auf Kevin Grund, der aus der Drehung mit links RWO-Keeper Niklas Hartmann überwand. Ein Treffer, der die Rot-Weissen kecker werden ließ, ohne zunächst weitere Chancen zu kreieren.

Die hatte Benedikt Koep erst direkt nach Wiederanpfiff, doch auch er vertändelte im Oberhausener Strafraum. Die Essener, die offenbar endgültig im Spiel angekommen waren, mussten wenig später einen Nackenschlag hinnehmen. Ralf Schneider nahm einen abprallenden Ball an der Strafraumgrenze mit vollem Risiko und traf unhaltbar für RWE-Keeper Dennis Lamczyk ins untere rechte Eck (55.).

Turbulente Schlussphase kostet RWO den Derby-Sieg vor heimischer Kulisse

Die Partie gewann jetzt zunehmend an Derbycharakter. Es gab Chancen – und auch Tore. Zunächst waren die Oberhausener an der Reihe. Die RWE-Abwehr ließ Jörn Nowak zum Kopfball kommen – 2:1. Doch die Essener ließen im wahrsten Sinne des Wortes nicht die Köpfe hängen. Im Gegenzug war Benedikt Koep zur Stelle und köpfte zum 2:2 ein. Dann schien sich die Waage wieder zu Gunsten der Gastgeber zu neigen. Karoj Sindi tauchte allein vor Dennis Lamczyk auf. Der RWE-Torwart parierte jedoch glänzend und Sindis Nachschuss landete nur an der Latte (72.).

RWE-Coach Waldemar Wrobel brachte für die letzte Viertelstunde für den angeschlagenen Kerim Avci den Ex-Oberhausener Marvin Ellmann. Zwei gute Möglichkeiten ließ dieser noch aus. Ohne Folgen, denn drei Minuten vor Abpfiff war Benedikt Koep zum zweiten Mal zur Stelle – 3:2. Und dann traf Marvin Ellmann doch noch zum entscheidenden 4:2.

Die-Spielinfos im Überblick:
Tore: 0:1 Grund (33.), 1:1 Schneider (55.), 2:1 Nowak (66.), 2:2 Koep (67.), 2:3 Koep (87.), 2:4 Ellmann (89.).
Schiedsrichter: Florian Steuer.
Zuschauer: 13145.

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