Euro 2012

Schweden beschießen nackten Po ihres Torwarts

Hose runter und durch: Schwedens Ersatzkeeper Johan Wiland wurde von seinen Kollegen mit einer besonderen Strafe bedacht.

Foto: imago

Hose runter und durch: Schwedens Ersatzkeeper Johan Wiland wurde von seinen Kollegen mit einer besonderen Strafe bedacht. Foto: imago

Kiew.  Mobbing oder harmloser Trainingsspaß? Schwedens Ersatztorhüter Johan Wiland wurde im Training „Opfer“ eines Spielchen namens „Gris“ (zu deutsch: Schwein): Seine Teamkollegen beschossen sein nacktes Hinterteil. Die Anti-Mobbing-Gesellschaft „Friends“ kritisiert die Aktion.

Mit entblößtem Hinterteil musste sich Johan Wiland, Ersatztorhüter der schwedischen Fußball-Nationalmannschaft, im Training von seinen Teamkollegen „abschießen“ lassen. Weil der 31-Jährige in der Einheit der Spieler, die beim 1:2 (0:0) zum EM-Start gegen die Ukraine nicht von Beginn an spielten, bei dem beliebten Spielchen „Ball hochhalten“ patzte, wurde er auf diese ungewöhnliche Art bestraft. Wiland ließ die Hosen runter und stellte sich an die Grundlinie, während seine Kameraden feixend versuchten, aus 16 Metern seinen Allerwertesten zu treffen.

„Unglaublich schlechtes Benehmen“

Die Boulevardzeitung Expressen veröffentlichte am Mittwoch ein Video mit der Szene vom Dienstag und sorgte damit für Aufregung, hatte der schwedische Verband (SvFF) doch versucht, die Veröffentlichung zu verhindern. Lars Arrhenius, Generalsekretär der Anti-Mobbing-Gesellschaft Friends, kritisierte die Aktion der Spieler. „Das ist unglaublich schlechtes Benehmen. Die Spieler sind Helden für zig Tausende von Jungs und Mädchen in ganz Schweden. Ich denke nicht, dass sie zeigen sollten, dass sowas okay ist“, sagte er.

Der frühere Nationaltorhüter Thomas Ravelli dagegen verteidigte das Spiel, das in Schweden „gris“ (Schwein) heißt. „Mir leuchtet ein, dass das für manche nach Mobbing aussieht. Aber das ist es absolut nicht“, sagte er. (sid)

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