Indoor-Spielplatz

Arbeiten auf Paurat-Areal in Friedrichsfeld schreiten voran

Foto: Heiko Kempken

Voerde.   Wo früher Baumaschinen hergestellt wurden, sollen einmal Kinder toben können. Wann der geplante Indoor-Spielplatz starten wird, ist voerst offen.

Ein Lastwagen beladen mit einem Container rollt auf das Grundstück des ehemaligen Paurat-Geländes in Friedrichsfeld. Es herrscht ein Kommen und Gehen. Rund 180 mit Müll, Schutt und Grünzeug beladene Container haben das Areal im Laufe der vergangenen drei Jahre verlassen. Es werden wohl noch weitere folgen. Voerder Bürger verfolgen gespannt, was auf der ehemaligen Industrieanlage geschieht. Denn wo früher einmal Baumaschinen hergestellt wurden, soll einmal der Nachwuchs auf einem Indoor-Spielplatz toben können – so der Plan.

Auf dem ehemaligen Paurat-Gelände muss noch viel Arbeit getan werden

An dieser Idee wird festgehalten, ein Eröffnungstermin aber bleibt vorerst offen. Investor Hassan Vaez hofft, dass das Projekt Ende dieses Jahr realisiert werden kann. Baueiter Thomas Geilenkirchen gibt zu bedenken, dass noch viel Arbeit auf dem ehemaligen Industriegelände getan werden muss. „Die Ideen haben wir, aber es dauert“, sagt Thomas Geilenkirchen.

Der Voerder begleitet seit Mai 2014 die Sanierungsarbeiten auf dem Grundstück. Zunächst ist Grünwuchs entfernt worden, die Anlage musste entmüllt, entkernt und einbruchsicher gemacht werden. Nun laufen die Arbeiten zur Instandhaltung: Neue Fenster sind angebracht worden, das Gebäude hat ein neues Dach erhalten. Eventuell soll es mit einer Solaranlage bestückt werden. Demnächst sei die Fassade an der Reihe, erläutert Geilenkirchen.

Die Halle, um die es bei den Planungen für den Indoor-Spielplatz geht, kennt der 51-Jährige: Einst arbeitete dort sein Vater als Horizontal-Bohrwerksksdreher für den Bergbauzulieferer Paurat, der den Betrieb im Jahr 1996 einstellte. Danach verfielen Halle und Gelände. „Es war alles zugemüllt“, sagt Thomas Geilenkirchen und erinnert sich an vom Regenwasser verschimmelte Wände, von Pflanzen überwucherten Asphalt sowie demolierte Fenster und Türen. „Zehn Jahre war das ein illegaler Indoor-Spielplatz“, sagt er. In der Anfangszeit sei oft eingebrochen worden. Seit das Gelände aber besser einsehbar ist, habe das abgenommen, berichtet der Bauleiter.

Noch erinnern Kräne an der Decke an die industrielle Vergangenheit der Anlage

Die Spuren aus dieser Zeit sind noch immer zu sehen: Viel Graffiti ist an die Hallenwände geschmiert. Noch hängen gelbe Kräne von der Decke, die an die industrielle Vergangenheit der Anlage erinnern. Wie die Zukunft aussehen soll? Irgendwann sollen hier Kinder mit Bällen spielen und sich auf Hüpfburgen vergnügen. Im Trakt neben der Halle sollen Sanitäts- sowie Sozialräume entstehen, die von kleineren oder größeren Gruppen, beispielsweise für Geburtstagsfeierlichkeiten, angemietet werden können. Auch ein Café-Betrieb ist vorgesehen genauso wie die Möglichkeit, sich selbst etwas zu essen mitzubringen, berichtet Thomas Geilenkirchen.

Was mit dem Gebäudeteil dahinter geschehen soll, steht noch nicht fest: „Ich hoffe, dass sich etwas findet, das dazu passt“, sagt Investor Hassan Vaez, der über ein Fitness- und Kletterangebot nachdenkt. Es könne ein Angebot für eine breite Zielgruppe, von vier bis 99 Jahren, geschaffen werden, findet auch Geilenkirchen.

>> Info: Indoor-Spielplatz ist seit 2014 in Friedrichsfeld im Gespräch

  • Bis 1996 wurden auf dem Gelände in Friedrichsfeld Maschinen für den Bergbau gefertigt. Dann wurde der Betrieb eingestellt. 1998 erwarb Hassan Vaez das Gelände.

  • Ursprünglich hatte der Unternehmer, der in Attendorn mit seiner Firma Spannringe herstellt, vorgehabt, das Areal für Stanzteile und Biegeteile nutzen zu können. Doch das sei aus Gründen des Lärmschutzes nicht möglich gewesen, sagt der Investor.

  • Nachdem das Areal zunächst ungenutzt blieb, wurde im Jahr 2014 verkündet, dass in der Halle ein Indoor-Spielplatz für Kinder entstehen soll. Zwischenzeitlich war eine Eröffnung für Ende 2015 im Gespräch gewesen.

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