Umwelt

Engagierte Bürger sammelten in Voerde und Hünxe Müll

Jede Menge Müll sammelten die freiwilligen Helfer, darunter auch viele Asylbewerber, in Hünxe. Mit einer Suppe endete die Aktion.

Foto: Gerd Hermann

Jede Menge Müll sammelten die freiwilligen Helfer, darunter auch viele Asylbewerber, in Hünxe. Mit einer Suppe endete die Aktion. Foto: Gerd Hermann

Voerde/Hünxe.   Freiwillige Helfer traten zum „Frühjahrsputz“ an. Sehr viel Unrat haben sie aufgesammelt und entsorgt. Jemand fand aber auch ein Flaschenpost.

Der Himmel ist grau und leichter Nieselregen fällt. Leichte Windböen lassen Verpackungsreste über den Leinpfad entlang des Rheinufers bei Götterswickerhamm wehen. Bis eine Greifzange zupackt und sie in eine Mülltüte befördert.

Die engagierten Bürger, die zur Aufräumaktion der Vereine „Unser Dorf hat Zukunft“ und SV Wacht am Rhein ins Dorf gekommen sind, beseitigen fleißig den Unrat entlang des Flussufers. Rund 20 Einwohner des Dorfes sind angetreten, um die Müllreste einzusammeln, die sich im Dorf finden.

„Die schlimmsten Stellen sind immer die Parkplätze am ehemaligen Strandhaus Ahr und am Storchennest“, sagt Focko Hieronimus, Beisitzer des Vereins „Unser Dorf hat Zukunft“ Götterswickerhamm.

Helfer finden wieder einige Besonderheiten

Im vergangenen Jahr hatten die Helfer sogar Matratzen gefunden. Auch dieses Jahr finden die Helfer wieder einige Besonderheiten. „Bisher haben wir eine Kiste gefunden, dazu Eisenstangen“, sagt Mona Kronenburg, die mit einer Gruppe von Helfern den Fußweg direkt am Rheinufer entlanggeht und dort saubermacht.

„Wir haben aber auch eine Flaschenpost gefunden, samt Brief mit einem Schiff drauf. Richtig nett“, erzählt sie weiter. Bei gutem Wetter kommen zahlreiche Besucher ins Rheindorf und lassen eben teilweise auch ihren Müll da. „Das liegt aber manchmal auch daran, dass man hier oft kilometerweit zum nächsten Mülleimer laufen muss“, meint Mona Kronenburg.

Am Ende der Sammelaktion werden die Dorfbewohner eine Vielzahl von blauen Säcken mit gesammelten Abfällen gefüllt haben und sich zur Erbsensuppe im Dorfgemeinschaftshaus wiedertreffen.

Zwei große Container sind voll geworden

Auch in Hünxe waren die Bürger schon am Samstagvormittag fleißig. Ebenfalls bei Nieselregen treffen mehr als 40 Helfer auf dem Bauhof ein. Gut zwei große Container voller Müll sind auf dem gesamten Gemeindegebiet zusammengekommen. Bürgermeister Dirk Buschmann freut sich über die rege Beteiligung.

„Es ist toll, dass sich so viele Menschen beteiligen und etwas für die Gemeinschaft machen“, sagt Buschmann. „Außerdem haben wir weniger Müll gefunden als im vergangenen Jahr und auch das ist ein Erfolg“, berichtet er weiter.

Das Müllaufkommen hat sich reduziert

Zwar haben die Helfer in Hünxe einige größere Funde gemacht, wie die Reste zweier Zimmerrenovierungen oder komplette Möbelstücke, aber im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich das Müllaufkommen reduziert und es wurden keine Schadstoffe mehr gefunden. „Im vergangenen Jahr hatten wir hier noch Eternitplatten unter den Fundstücken“, erzählt Dirk Buschmann.

Dabei rätselt er, was die Menschen dazu motiviert, ihre Abfälle einfach in der Natur zu entsorgen. „Grünschnitt kann man zum Beispiel kostenlos abgeben. Ärgerlich ist es, wenn der dann, in Plastiksäcken verpackt, am Straßenrand liegt“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Hünxe.

Das ist ärgerlich

Ärgerlich auch, weil die Mitarbeiter des Bauhofs Hünxe damit beschäftigt sind, solche wilden Müllkippen zu beseitigen. Zum Aufräumen in Hünxe waren auch viele Asylbewerber angetreten, die zur Zeit in der Gemeinde wohnen.

Mit Eimern und Müllsäcken in der Hand sammelten auch sie Abfall auf. „Ich finde, es ist ein tolles Zeichen, dass sie sich hier so einbringen“, sagt Dirk Buschmann. Am Bauhof wartete für alle fleißigen Helfer als kleines Dankeschön Erbsensuppe und Getränke.

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