Bäderkonzept

Freibadverein Hiesfeld stellt Antrag auf ein Bürgerbegehren

Auch nach dem Ratsbeschluss ist die Zukunft des Freibades Hiesfeld ungewiss.

Foto: Heiko Kempken

Auch nach dem Ratsbeschluss ist die Zukunft des Freibades Hiesfeld ungewiss. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Mit einem eigenen Antrag reagiert der Freibadverein auf die Schwimmvereine. Eine Traglufthalle soll den ganzjährigen Betrieb gewährleisten.

Mit der Entscheidung des Hauptausschusses, ihre Forderung nach einem 50 mal 25 Meter Becken samt Traglufthalle abzulehnen, hatten sich die Mitglieder des Freibadvereins damals abgefunden. Da stand ja auch noch die Hoffnung im Raum, dass am Dinamare und in Hiesfeld gebaut wird. Und so entschied ja auch eine Mehrheit in der Ratssitzung am 28. März.

Doch mit dem von mehreren Schwimmvereinen eingereichten Bürgerbegehren sieht sich der Freibadverein unter Zugzwang. Und so hat auch er bei der Stadt einen Antrag auf ein Bürgerbegehren eingereicht.

Denn wenn die Schwimmvereine mit ihrer im Bürgerbegehren formulierten Forderung durchkämen, würde das das Aus des Hiesfelder Freibades bedeuten.

Dagegen stellt der Freibadverein eine eigene Forderung. Das Schwimmbad an der Kirchstraße soll nicht nur erhalten bleiben, dort soll es ein 50 mal 25 Meter Becken geben. Und eine Traglufthalle soll für einen ganzjährigen Betrieb sorgen. Die dritte Forderung lautet: In Hiesfeld wird ein 16 mal 11 Meter Lehrschwimmbecken gebaut.

Die Formulierung muss eindeutig sein

An der Formulierung der Fragestellung werde noch gearbeitet, sagt Thomas Giezek, Vorsitzender des Freibadvereins. Sie müsse eindeutig sein – auch müsse sie Informationen zu den Kosten des Begehrens sowie Alternativen enthalten.

Es ist eine Reaktion auf das eingereichte Bürgerbegehren der Schwimmvereine, betont Giezek. Nun könnte es sein, dass zwei Bürgerbegehren nebeneinander laufen. Es könnte also auch daraufhinauslaufen dass es zwei Bürgerentscheide geben wird.

Thema auf der Jahreshauptversammlung

Ende März habe es den Ratsbeschluss gegeben, danach seien die Schwimmvereine in die Pötte gekommen, so Giezek. Der Vorstand des Freibadvereins will bei der Jahreshauptversammlung am kommenden Dienstag, 25. April, den Mitgliedern das Bürgerbegehren vorstellen.

Mit ihrem Bürgerbegehren wollen die Schwimmvereine die Rücknahme des Ratsbeschlusses erreichen. Zudem fordern sie den Ausbau des Dinamare zu einem Schwimmzentrum.

Das würde aber das Ende des Freibades in Hiesfeld bedeuten: „Soll das Dinamare zu einem ganzjährig nutzbaren Schwimmzentrum ausgebaut werden, das der Öffentlichkeit ganzjährig (im Sommer als Freibad) die bisher vorhandenen Wasserflächen zur alleinigen Nutzung zur Verfügung stellt, statt das Freibad Hiesfeld für eine maximalviermonatige jährliche Nutzung neu zu bauen?“

Die Stadt prüft die Kosten

Dagegen setzt der Freibadverein sein eigenes Bürgerbegehren. Die Stadt prüft nun, welche Kosten die Forderung der Hiesfelder nach sich ziehen würden. Werden ausreichend Unterschriften gesammelt, muss sich der Rat erneut mit dem Thema beschäftigen.

Der nächste Schritt wäre dann ein Bürgerentscheid. Als möglicher Termin wird der 24. September gehandelt, der Tag der Bundestagswahl.

>>>INFOS: DAS BESCHLOSS DER RAT

  • Mehrheitlich hatte der Rat in der Sitzung am 28. März beschlossen, das Freibad Hiesfeld zu sanieren.
  • Das Schwimmbad soll ab Pfingsten 2019 wieder zur Verfügung stehen. Zudem sieht der Beschluss vor, das Dinamare um zwei Kursbecken zu ergänzen.
  • Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro.
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