NRZ-Solidaritätspreis

Kreaktiv-Bürgerstiftung für Solidaritätspreis vorgeschlagen

Das größte und auch bekannteste Projekt der Kreaktiv-Bürgerstiftung Rhein-Lippe ist das Zirkusprojekt mit dem Circus Tausendtraum.

Foto: Kreaktiv Bürgerstiftung Rhein Lippe

Das größte und auch bekannteste Projekt der Kreaktiv-Bürgerstiftung Rhein-Lippe ist das Zirkusprojekt mit dem Circus Tausendtraum. Foto: Kreaktiv Bürgerstiftung Rhein Lippe

Hünxe/Voerde.   Die Kreaktiv-Bürgerstiftung bietet Zirkus, Trommeln und andere Projekte an. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre.

Es gibt eine Welt für Kinder und Jugendliche jenseits von Computerspielen, Internet und anderen digitalen Medien – eine Welt, die es lohnt zu entdecken, fanden die 71 Gründungsmitglieder der Kreaktiv-Bürgerstiftung Rhein-Lippe im Jahr 2006.

Privatpersonen riefen zusammen mit der Volksbank Rhein-Lippe die Stiftung ins Leben, die es sich seither zum Ziel macht, Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren überwiegend kostenfrei Einblicke in diese andere Welt zu ermöglichen: beispielsweise im Wald, auf Wiesen, beim Angeln, im Zirkus, in der Küche, beim Handarbeiten oder Laubsägen, beim Trommeln – oder anderswie in der Freizeit kreativ und aktiv sein, wodurch sich auch der Stiftungsname erklärt.

Seit Bestehen der Stiftung rund 4000 Kinder gefördert

Ehrenamtler und Honorarkräfte, „aber immer fachlich und pädagogisch qualifiziert“, versichert Claudia Kaßelmann von der Bürgerstiftung, bieten die verschiedenen Projekte, teilweise auch im Nachmittagsbereich an Schulen, für Kinder und Jugendliche in den Städten Wesel, Hamminkeln, Voerde und in der Gemeinde Hünxe an.

„Rund 4000 Kinder haben wir im Laufe der Zeit in ihrer Freizeit gefördert“, sagt Claudia Kaßelmann. Jährlich stehen der Bürgerstiftung – mit ihrem fünfköpfigen Vorstand, einem 15-köpfigen Stiftungsrat und rund 120 Stiftern – für die Freizeitprojekte bis zu 40.000 Euro aus den Zinsgeldern des Stiftungskapitals, das sich Ende 2016 auf rund 617.000 Euro belief (Grundstockvermögen 2006 waren 143.500 Euro), und aus Spendengeldern von Privatpersonen und Firmen zur Verfügung.

Die Projekte sind für alle offen

„Wir hatten selbst Kinder, die von den Projekten der Bürgerstiftung profitierten“, sagt Sonja Rossi, heute Mitglied des Kreaktiv-Stiftungsrates, Projektleiterin von „Spaß im Wasser“ – ebenfalls ein Kreaktiv-Projekt – und Erzieherin. Zusammen mit ihrer Projekt-Kollegin und Freundin Kerstin Neu sandte sie eine Bewerbung an die NRZ für den Solidaritätspreis (siehe Infokasten).

„Wir finden, dass die Stiftung so gute Arbeit leistet, weil die Projekte für alle offen sind und sich jeder dafür anmelden kann“, sagt die 45-Jährige aus Wesel. Besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche, die sonst kaum die Möglichkeit hätten, an Freizeitangeboten teilzunehmen, profitierten von der Stiftungsarbeit. „Und das wollen wir mit unserer Bewerbung weiter fördern“, sagt Sonja Rossi.

Bis zu 500 Kinder und Jugendliche in rund 40 Projekten erreiche die Stiftung jährlich, erklärt sie. Und findet: „Wenn Kinder sich positiv erfahren, neue Interessen ausprobieren und ihre persönlichen Stärken entdecken, stärkt sie dies auch für das Schulsystem.“

Weitere Info: www.kreaktiv-buergerstiftung-rhein-lippe.de

>> SOLIDARITÄTSPREIS DER NRZ UND FREDDY-FISCHER-STIFTUNG

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