Rittertorhäuschen

Stadtinformation in Dinslaken eröffnet vor dem Fantastival

Das Rittertorhäuschen wird zur Stadtinformation umgebaut. Aktuell werden zunächst die Fernwärmeleitungen unter dem Torbogen verlegt.

Foto: Markus Joosten

Das Rittertorhäuschen wird zur Stadtinformation umgebaut. Aktuell werden zunächst die Fernwärmeleitungen unter dem Torbogen verlegt. Foto: Markus Joosten

Dinslaken.   Umbauarbeiten am historischen Rittertor-Pförtnerhaus in der Altstadt haben begonnen. Anfang Juli soll die Anlaufstelle für Touristen eröffnen.

Der Durchgang von der Althoffstraße zur Ritterstraße ist derzeit noch gesperrt. Rot-weiße Baustellen-Barrieren blockieren den Weg. Arbeiter sind am Mittwoch zwar nicht dort zu sehen. Doch dass die Renovierung des Pförtnerhäuschens am Rittertor bereits begonnen hat, zeigen sowohl der radikal freigeräumte Garten hinter dem historischen Haus, die fehlenden Türrahmen im Inneren des Gebäudes sowie vor allem die freiliegenden Leitungsrohre unter dem Torbogen, die derzeit den Weg von der Burg in die Altstadt versperren.

Denkmalgeschütztes Gebäude

„Neugierig?“, fragt ein kleiner Text auf Papier an der Fensterscheibe. Und darunter ist zu lesen: „Hier entsteht die Stadtinformation der Stadt Dinslaken. Eröffnung voraussichtlich Anfang Juli.“

Ende vergangenen Jahres beschloss der Rat, eines der wenigen, historisch erhaltenen und denkmalgeschützten Gebäude der Stadt, wieder selbst zu nutzen – in den vergangenen zehn Jahren war in dem Rittertorhäuschen die Freiwilligenzentrale der Caritas untergebracht, die Ende 2016 in andere Räumlichkeiten umzog.

Das ehemalige Pförtnerhaus am Rittertor wird nun umgebaut. Rund 200.000 Euro kosten Sanierung und Renovierung für die neue Nutzung als Stadtinformation. Eröffnet werden soll die künftige Anlaufstelle für Ausflügler und Touristen, die hier Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Radwanderungen, Beherbergungsmöglichkeiten in Dinslaken und Umgebung, aber auch Tickets für Veranstaltungen erhalten können, noch vor Beginn des Fantastivals am 6. Juli.

Fernwärmeanschluss legen

„Seit dem 3. April wird am Rittertorhäuschen jetzt gearbeitet“, sagt Thomas Pieperhoff, Pressesprecher der Stadt. „Und aktuell ist alles im Zeit- und Kostenplan.“ Zunächst müsse der Fernwärmeanschluss von den Stadtwerken gelegt werden, daher die offene Baustelle unter dem Torbogen.

„Bisher gab es im Pförtnerhäuschen nur Gasöfen, aber das ist natürlich veraltet und nicht besonders energieeffizient“, so der Pressesprecher weiter. In den kommenden Tagen sollen die Leitungsarbeiten – auch am Strom für die Beleuchtung des Rittertorbogens – allerdings abgeschlossen und der Durchgang wieder freigegeben werden.

„Und nächste Woche sollen dann die Innenarbeiten beginnen“, sagt Thomas Pieperhoff. Wände müssten dort noch gebrochen werden, um die Räumlichkeiten so einzurichten, dass die Stadtinformation und der Ticketverkauf – beides künftig unter dem Dach des Bereiches Wirtschaft und Tourismus der Stadt – hier Platz hätten.

Garten nicht vor Herbst fertig

„Nur der Garten wird wohl erst später fertig“, sagt der Pressesprecher. Hier sollen die Dinslakener dann einen „Ort der Ruhe“ finden, einen „Lesegarten“ mit Tausch-Bücherschrank, in dem auch kleinere kulturelle Veranstaltungen stattfinden können, so sieht es das Konzept vor.

Doch bis es soweit ist, könne es sicher Herbst werden, vermutet Thomas Pieperhoff. „Eine Bepflanzung lässt sich ja schlecht im Hochsommer umsetzen.“

>> Weitere Informationen: Das Rittertor mit Pförtnerhaus

Gegenüber der Auffahrt zur Burg Dinslaken an der Ecke Ritterstraße und Althoffstraße, mitten in der Altstadt, liegt das Rittertor mit seinem Pförtnerhaus.

Das Tor ist eines von ehemals fünf Stadttoren, das die Burg von der Altstadt trennte und somit kein Stadttor im eigentlichen Sinne ist, sondern als Pförtnerhaus genutzt wurde. Es ist allerdings das einzig erhaltene Stadttor und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das weiß gestrichene Haus wurde aus Backstein erbaut.

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