Wettbewerb

Schüler debattieren im Rathaus Dinslaken über Bettler

Beim Landesentscheid dabei: Elif Sueda Karaoglu (1.Platz, Altersgruppe 1, vorne v.l.n.r.), Gero Klotzki (2. Platz, Altersgruppe 2), Claire Stüwe (2. Platz, Altersgruppe 2) und Anna Katharina Pohl (1. Platz, Altersgruppe 2). Auch Sebastian Schleiken (hinten, v.l.n.r.), Lucy Köhler, Kristina Witt und Hendrik Blöß debattierten.

Foto: Heiko Kempken

Beim Landesentscheid dabei: Elif Sueda Karaoglu (1.Platz, Altersgruppe 1, vorne v.l.n.r.), Gero Klotzki (2. Platz, Altersgruppe 2), Claire Stüwe (2. Platz, Altersgruppe 2) und Anna Katharina Pohl (1. Platz, Altersgruppe 2). Auch Sebastian Schleiken (hinten, v.l.n.r.), Lucy Köhler, Kristina Witt und Hendrik Blöß debattierten. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Regionalentscheid von „Jugend debattiert" fand in Dinslaken statt. Schüler diskutierten über Bettler und Verschmutzung im öffentlichen Raum.

Eine Dinslakenerin darf mit anderen Schülerinnen und Schülern aus NRW debattieren: Jetzt qualifizierte sich Claire Stüwe vom Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) im Rathaus für den Landesentscheid von „Jugend debattiert“. Ebenfalls dabei sind Anna Katharina Pohl und Elif Sueda Karaoglu (beide Kopernikus Gymnasium Duisburg-Walsum) sowie Gero Klotzki (Collegium Augustinianum Gaesdonk, Goch).

Beim Regionalentscheid debattierten acht Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 sowie 11 bis 13 zu politischen Streitfragen.

Jury teilt Schüler einer Seite zu

Die jüngeren Debattanten setzten sich im Ratssaal mit der Frage auseinander, ob Bußgelder für Verschmutzungen des öffentlichen Raumes angehoben werden sollten.

Während sie sich im Vorfeld der Veranstaltung bereits mit dem Thema an sich auseinander setzen mussten, wurden sie gestern von einer Lehrer-Jury entweder der Pro- oder der Contra-Seite zugeteilt. „Unsere Aufgabe war es dann, eben diese eine Seite zu vertreten“, erklärte Elif Sueda Karaoglu.

Debattanten wurden nach vier Kriterien bewertet

Die Schülerin des Kopernikus-Gymnasiums in Walsum machte beim Regionalwettbewerb den ersten Platz – auch, wenn sie mit der Pro-Seite die Position vertreten musste, die ihr ferner lag. „Das ist dann zwar schwieriger“, sagte die Schülerin, „aber so lernt man eben auch, Positionen und Ideen abzuwägen – und die andere Seite zu sehen“.

Die Jury hatte anschließend die Aufgabe, die Debattanten nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft zu bewerten.

Jugendlichen müssen ihre Position beibehalten

Die Debatte der älteren Schüler behandelte die Frage „Soll in Innenstädten das Betteln verboten werden?“. OHG-Schülerin Claire Stüwe vertrat gemeinsam mit Sebastian Schleiken von der Ernst-Barlach-Gesamtschule die Seite der Befürworter. „Es gibt genug Sozialhilfe vom Staat, also muss kein Mensch unter der Armutsgrenze leben und betteln“, betonte Claire, um ihre Position für ein Verbot von Bettlern in Innenstädten zu vertreten.

„Ein Verbot wäre aber nicht der richtige Weg – so würdet ihr lediglich die Folgen beheben, nicht aber die Ursachen“, konterte Anna Katharina Pohl von der Gegenseite. Die Diskussion ging rund 20 Minuten lang. Immer wieder wurden Argumente mit starken Gegenargumenten entkräftet.

Die Jugendlichen müssen während der Debatte ihre Position beibehalten – so lautet die Aufgabenstellung beim Wettbewerb. Deshalb auch gab es am Ende keinen Kompromiss, obwohl sowohl Befürworter als auch Gegner Verständnis für Argumente der Gegenseite aufbringen konnten.

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