Asylbewerberunterkunft

Stadt Voerde gibt Asylunterkunft an der Barbarastraße auf

Die Stadt wird die Asylbewerberunterkunft an der Barbarastraße in Voerde in drei Etappen bis Ende dieses Jahres freiziehen.

Foto: Heiko Kempken

Die Stadt wird die Asylbewerberunterkunft an der Barbarastraße in Voerde in drei Etappen bis Ende dieses Jahres freiziehen. Foto: Heiko Kempken

Voerde.   Nach mehr als 25 Jahren zieht die Stadt Voerde die Asylunterkunft an der Barbarastraße leer. Die Häuser werden in drei Schritten freigezogen.

Die Nutzung des Gebäudekomplexes an der Barbarastraße als Asylbewerberunterkunft soll bis spätestens Ende des Jahres der Vergangenheit angehören: Die Häuser im Besitz der Vivawest Wohnen GmbH, die der Stadt Platz für die Unterbringung von bis zu 108 Flüchtlingen boten, werden nach und nach in drei Etappen leergezogen. Dies erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Goemann, der Geschäftsführer der Vivawest-Stiftung ist, gestern auf Anfrage der NRZ. In drei Schritten, bis zum 30. Juni, 30. September und 31. Dezember, wolle die Stadt die drei über insgesamt 18 Wohnungen verfügenden Objekte freiziehen, kündigte Bürgermeister Dirk Haarmann an. Mehr als ein Vierteljahrhundert lang hatte die Kommune in der Immobilie Flüchtlinge untergebracht.

Vivawest Wohnen möchte die Immobilie wieder dem privaten Mietwohnungsmarkt zuführen

Vivawest Wohnen möchte das Objekt an der Barbarastraße in Voerde bereits seit längerer Zeit wieder anderweitig nutzbar machen. Wenn die Asylbewerberunterkunft leer gezogen ist, wird die Eigentümerin die Immobilie renovieren und dann wieder dem privaten Mietwohnungsmarkt zuführen, wie Uwe Goemann weiter erklärte.

Nach dem ursprünglichen Plan von Vivawest Wohnen sollte der Gebäudekomplex ab dem 1. Mai 2015 der Stadt nicht mehr zur Verfügung stehen. Doch das Unternehmen gewährte der Kommune eine Verlängerung bis zum 31. August des gleichen Jahres. Wenige Wochen vor Ablauf dieser Frist gab es den zweiten Aufschub bis zum 30. Juni 2016, was der Stadt bei ihrer schwierigen Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge, deren Zahl im Jahr 2015 dramatisch angestiegen war, etwas Druck nahm und Luft für die weitere Planung verschaffte. Anfang 2016 folgte die letzte Verlängerung bis zum 30. Juni dieses Jahres.

Bürgermeister: Sukzessives Freiziehen der Unterkunft ermöglicht Stadt ein „geordnetes Vorgehen“

In der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses im März hatte Bürgermeister Dirk Haarmann angekündigt, dass die Unterkunft an der Barbarastraße Ende Juni aufgegeben werde, weil der Vertrag mit Vivawest Wohnen dann auslaufe und nicht verlängert werde. Auch erklärte er, dass die Stadt alternativ gemeinsam mit dem Vermieter nach neuen Wohnungen suchen werde und auch dies bis Ende Juni passieren solle. Das jetzt in drei Etappen vorgesehene Freiziehen der Immobilie bis Ende dieses Jahres ermögliche vor dem Hintergrund „aktueller Zuweisungen von Flüchtlingen und der dadurch bedingten starken Inanspruchnahme unserer zuständigen Fachdienste einschließlich der Logistik und Hauswarte“ ein „geordnetes Vorgehen“, so Haarmann.

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