Neuer Wohnraum

Stadt Voerde sucht Investor für Fläche an der Steinstraße

An der Steinstraße, auf dem Abschnitt zwischen Frankfurter Straße und einspuriger Bahnstrecke, liegt das 1830 Quadratmeter große Grundstück.

Foto: Heiko Kempken

An der Steinstraße, auf dem Abschnitt zwischen Frankfurter Straße und einspuriger Bahnstrecke, liegt das 1830 Quadratmeter große Grundstück. Foto: Heiko Kempken

Voerde.   Stadt will eine Fläche an der Steinstraße verkaufen, damit dort öffentlich geförderter Wohnraum geschaffen wird. Mindestkaufpreis: 196 000 Euro.

Die Stadt möchte ein an der Steinstraße gelegenes Grundstück für die Schaffung öffentlich geförderten Wohnraums verkaufen: Es handelt sich um die nördlich der Steinstraße auf dem Abschnitt zwischen Frankfurter Straße und einspuriger Bahnstrecke gelegene Fläche. Die Größe des Grundstückes, das an einer Stelle noch bebaut ist, wird mit 1830 Quadratmetern angegeben. Die Stadt hat dem von ihr beabsichtigten Verkauf des Geländes wie schon im Fall einer 1450 Quadratmeter großen Fläche am Kempkenskath (die NRZ berichtete) einen Investorenwettbewerb vorgeschaltet. So möchte sie, wie es in der Beschreibung des Anforderungskataloges zum Wettbewerbsverfahren heißt, eine städtebaulich „ansprechende Entwicklung für den geforderten Zweck erreichen“.

Mehrfamilienwohnhäuser sollen entstehen

Auf dem Gelände sollen nach Zielvorgabe der Stadt Mehrfamilienwohnhäuser mit dazu gehörigen Pkw-Plätzen und Nebenanlagen errichtet werden. „Die vorgesehene Bebauung mit der Mehrfamilienhausnutzung, denkbar in versetzter Bauform mit maximal zweigeschossiger Bauweise“ habe sich in die Eigenart der näheren Umgebung nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches einzuordnen, ist in dem Anforderungskatalog des weiteren vermerkt. Je Wohneinheit muss mindestens ein Stellplatz zur Verfügung stehen.

Stadt will sich Belegungsrecht sichern

Mit dem Anspruch und der Anforderung an potenzielle Investoren, auf der zum Verkauf stehenden Fläche mindestens zwei Drittel der zu errichtenden Einheiten als öffentlich geförderten Wohnraum zu entwickeln, trägt die Stadt Voerde ihrem steigenden Bedarf an einem solchen Angebot Rechnung. Sie will sich das Belegungsrecht der dann neuen Mietwohnungen im öffentlich geförderten Bereich sichern, um dafür Wohnberechtigungsscheine ausstellen zu können. Die Kapazitäten sollen sich dabei wie folgt aufteilen: 50 Prozent der öffentlich geförderten Wohneinheiten sollen für Alleinstehende ausgelegt sein, 30 Prozent für zwei Personen und die restlichen 20 Prozent für größere Familien.

Bei der Beurteilung der Entwürfe würden als Kriterien unter anderem die Grundidee, das Verhältnis öffentlich geförderter zu frei finanziertem Wohnraum, das angemessene Ausnutzen der Grundstücksfläche, das Positionieren der Baumassen und die Höhenentwicklung, die Gestaltung des Freiraumes oder die Berücksichtigung des Mindestpreises besonders ins Gewicht fallen.

Altes Wohnhaus muss abgerissen werden

Letzterer liegt bei 196 000 Euro inklusive der Kanalanschluss- und Erschließungsbeiträge. Aufgabe des Investors ist es, das Gelände „baureif zu machen“. Dafür muss die auf dem Grundstück an der Steinstraße noch vorhandene Bausubstanz – ein ehemaliges Wohnhaus mit Nebengebäuden und unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen – beseitigt werden. Die Kosten des Abbruchs beziffert die Stadt mit rund 40 000 Euro. Diese sollen ebenfalls von dem Investor getragen werden.

>>Fristen und Stand Kempkenskath

Noch bis zum 9. Mai haben potenzielle Investoren Zeit, per Post oder persönlich im Rathaus ihre Unterlagen für eine Teilnahme am Wettbewerb einzureichen. Nach Vorprüfung der Beiträge wird die Verwaltung diese beurteilen und gegenüber dem Stadtrat eine Empfehlung aussprechen. Die Unterlagen zum Investorenwettbewerb finden sich unter www.voerde.de/de/dienstleistungen/ausschreibungen.

Nach dem Grundstückskauf hat der Investor zwei Jahre Zeit, das Gebäude an der Steinstraße bezugsfertig zu errichten.

Für den Wettbewerb zum Verkauf des 1450 Quadratmeter großen städtischen Grundstücks am Kempkenskath lief die Frist zum 6. April ab. Es seien erfreulicherweise mehrere Angebote eingegangen, die von der Verwaltung zurzeit im Detail ausgewertet würden, erklärte Dezernentin Simone Kaspar gestern auf NRZ-Anfrage. Das Ergebnis möchte die Verwaltung der Politik möglichst in der nächsten Sitzungsfolge vorlegen – also am 23. Mai, wenn der Stadtrat tagt.

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