Langenfelds Klima-Konzept

Fledermäuse verhindern Windräder

Bleiben ein Schattenriss der Politik: neue Windräder in Langenfeld.

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Bleiben ein Schattenriss der Politik: neue Windräder in Langenfeld. Foto: dpa

Langenfeld.   Der Beschluss im Rat war einstimmig: Im Rahmen des kommunalen Klimakonzepts sollten Standorte für weitere Windräder gefunden werden. Viele Bürger protestierten. Nun räumt Bürgermeister Frank Schneider das Streitthema vor dem Wahlkampf ab.

Vor dem Kommunalwahlkampf räumt Bürgermeister Frank Schneider (CDU) eines der größtmöglichen Streitthemen ab. Für weitere Windkraftanlagen sei in der Stadt kein Platz, ließ der Bürgermeister mitteilen. Schneider verwies auf Hinweise aus der Bezirksregierung Düsseldorf. Danach stünden der Trinkwasser- und der Artenschutz dem Bau weiterer Windräder entgegen.

Im Jahr 2011 hatte der Rat einstimmig ein kommunales Klimaschutzkonzept beschlossen. Seither sind neue Windräder im Gespräch. Die Ämter prüfen Standorte. Auf Monheimer Stadtgebiet wurde der Bau von drei Windkraftanlagen untersucht, auf Langenfelder Gebiet im Bereich Berghausen der Bau von zwei Anlagen.

Aus wasserschutzrechtlichen Gründen (Trinkwasserschutzzone II) seien nach Aussage der Bezirksregierung zwei Anlagen auf Monheimer und eine auf Langenfelder Stadtgebiet nicht zulässig. Ein Zwischenbericht aus der Artenschutzprüfung bestätige darüber hinaus, dass aufgrund von Fledermausvorkommen auch die zweite Anlage auf Berghausener Gebiet nicht umsetzbar ist. Die nicht weit entfernt geplante Anlage auf Monheimer Stadtgebiet habe erstaunlicherweise weniger artenschutzrechtliche Einschränkungen. Es werden jedoch weitreichende Abschaltungen notwendig, die einen wirtschaftlichen Betrieb nach Aussagen von Experten nicht ermöglichen.

„Da wir weder den Trinkwasserschutz, noch den Artenschutz an dieser Stelle ignorieren, werden wir uns endgültig von diesem Alternativ-Standort verabschieden. Anhand der scheinbar doch großen Zahl an zu beachtenden Parametern an eine Genehmigungsfähigkeit von Windkraft in einem Ballungszentrum wie der Rhein-Ruhr-Schiene habe ich große Zweifel, ob es überhaupt möglich sein wird, grünes Licht für Windkraft in Langenfeld von Seiten der Bezirksregierung zu bekommen“, ergänzt Frank Schneider seine Zweifel daran, dass diese Art der alternativen Energiegewinnung in Langenfeld realisiert werden könne.

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