Rocker

Taucher suchten nach weiteren Spuren im Fall des getöteten Hells Angel

Vor gut einer Woche hatten Passanten den Torso von Kai M. im Duisburger Rheinpreußen-Hafen entdeckt. Dort suchen Taucher am Dienstag erneut nach Spuren.

Foto: Stephan Eickershoff/ WAZ FotoPool

Vor gut einer Woche hatten Passanten den Torso von Kai M. im Duisburger Rheinpreußen-Hafen entdeckt. Dort suchen Taucher am Dienstag erneut nach Spuren. Foto: Stephan Eickershoff/ WAZ FotoPool

Duisburg.  Erneut hat die Polizei nach Spuren oder weiteren Leichenteilen des getöteten Hells Angel Kai M. aus Duisburg gesucht. Zwei Taucher stiegen in den Homberger Rheinpreußen-Hafen, wo ein Spaziergänger vor gut einer Woche den Torso des vermissten Rockers entdeckt hatte. Fündig wurden sie nicht.

Die Mordkommission hat die Suche im Fall Kai M. fortgesetzt: Am Dienstagmorgen gegen 11 Uhr stiegen zwei Polizeitaucher in das kalte Wasser des Homberger Rheinpreußen-Hafens, um weitere Spuren oder Leichenteile des getöteten Hells Angels zu finden.

Vor gut einer Woche hatte ein Spaziergänger in diesem Hafenbecken den Torso des seit längerem vermissten 32-jährigen Rockers entdeckt. Sein abgetrennter Arm war bereits zwei Monate zuvor einige Kilometer stromaufwärts in Duisburg-Ehingen gefunden worden. Seitdem war klar, dass Kai M. einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein muss.

Von dem Rest der Leiche fehlt noch immer jede Spur. Deshalb hatte die Polizei vergangenen Mittwoch mit einem Boot und einem Leichenspürhund im Hafenbecken nach weiteren Spuren gesucht. "Aufgrund des Anzeigeverhaltens des Hundes suchen wir nun hier weiter", erklärte Polizeisprecher Peter Elke aus dem für Rockerkriminalität zuständigen Essener Präsidium.

Polizei will sichergehen, dass ihr keine Beweise entgehen

Es könne sein, dass weitere Körperteile in das Hafenbecken gespült wurden oder dies der Ort war, an dem die Leiche oder einzelne Teile davon vor Wochen im Rhein "entsorgt" wurden. Denn bisher ist weiterhin unklar, ob die Einzelteile des Rockers an ein und derselben Stelle oder einzeln an verschiedenen Orten in den Fluss geworfen wurden. Das gelte es nun zu prüfen. "Wir wollen sichergehen, dass sich auf dem Grund des Hafens oder im Wasser nicht noch weitere wichtige Beweise befinden."

Beweise, die schlussendlich helfen sollen, den oder die Täter zu überführen und den grausamen Fall damit aufzuklären. Fündig wurde die Polizei im schlammigen Flusswasser aber nicht: Nach gut zwei Stunden zogen die Beamten wieder ab. "Wir sind uns ziemlich sicher, dass an dieser Stelle keine Beweismittel sind", fasste Elke das Ergebnis der Aktion zusammen.

Nun will sich die Polizei auf andere Stellen konzentrieren und südlich in Richtung Krefeld/ Düsseldorf weitersuchen.