Betuwe

Vereine bieten Hilfe bei den Einwendungen an

Die Millinger Vereine haben sich zusammengeschlossen und bieten Hilfe bei den Einwendungen an.

Foto: Christoph Karl Banski

Die Millinger Vereine haben sich zusammengeschlossen und bieten Hilfe bei den Einwendungen an. Foto: Christoph Karl Banski

Millingen/Empel.   Nur noch bis zum morgigen Mittwoch sind die Betuwe-Pläne bei der Stadt und im städtischen Internet einsehbar. Einwendungen noch bis zum 20. November möglich.

Noch bis zum morgigen Mittwoch sind die Betuwe-Pläne der Bahn für Millingen und Empel bei der Stadt Rees und auf der städtischen Internet-Seite einsehbar. „Die Materie Betuwe ist schwierig, die Orientierungshilfe auch nur nach intensiver Beschäftigung damit hilfreich. Eigentlich unzumutbar, viele Bürger sind überfordert“, klagt Sigrid Hommen vom Vorstand des Heimatvereins Millingen-Empel. Mit ihren Vorstandskollegen Dr. Bruno Ketteler hat sie Hilfestellungen bei den Einwendungen gegeben. Weitere Termine werden folgen, Mitglieder diverser örtlicher Vereine haben sich dazu bereit erklärt.

Keine Rechtsberatung

„Eine Rechtsberatung ist das nicht“, stellt Dr. Bruno Ketteler, selbst Jurist, klar. Es gehe vielmehr darum, den von der Betuwe betroffenen die Scheu vor den Einwendungen zu nehmen. „Die Hemmschwelle gegenüber den Behörden ist für viele immer noch sehr groß“, weiß Ketteler. Um den Bürgern die Einwendungen zu vereinfachen, haben die Initiatoren im Vorfeld sogenannte Formulierungsbausteine erarbeitet, die durch individuell formulierte Ergänzungen komplettiert werden können. Und genau dabei gibt es Hilfe.

Mehr als 40 suchten Rat

Beim ersten Termin fragten mehr als 40 Bürger nach Hilfe. „Vor allem fragen sich die Bürger, ob der geplante Lärmschutz wirklich ausreicht“, so Sigrid Hommen. Schließlich ende dieser hinter Empel und dann fehle ein ganzes Stück auf dem Weg nach Millingen. Weitere Sorgen rankten sich um die mögliche Minderung von Immobilien, mögliche Schäden an den Häusern, verursacht durch die schweren Maschinen, die auf den Baustraßen eingesetzt werden. Auch Erschütterungsschutz war ein Thema. „Auf jeden Fall ist wichtig, dass die Bürger ihre Einwendungen machen, damit sie überhaupt ihre Interessen und Rechte gegen die Planungen geltend machen können“, ist Sigrid Hommen wichtig. Ketteler wies darauf hin, dass eine Unterzeichnung auf den Unterschriftenlisten die Abgabe von Einwendungen keinesfalls ersetzen. Damit wolle man lediglich an die Politiker appellieren, die Interessen der Bürger weiterhin zu unterstützen.

Die nächsten Termine für Hilfestellung sind im Heimathaus Millingen am 9. November von 10 bis 12 Uhr, sowie am 17. November, von 13.30 bis 15.30 Uhr; im Vereinsheim von Fortuna Millingen am 9. November, 11 bis 18 Uhr und am 10. November, 12 bis 18 Uhr; im Rahmen der Pfarreiratswahlen von St. Quirinus am 9. November von 16 bis 18 Uhr und am 10. November von 10 bis 12 Uhr.

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