Betuwe

Viele unterstützen die Eltener Bergrettung

Geht’s nach der Initiative „Rettet den Eltenberg“, würde die B 8 auf

Foto: Kurt Michelis

Geht’s nach der Initiative „Rettet den Eltenberg“, würde die B 8 auf Foto: Kurt Michelis

Elten.   Initiative „Rettet den Eltenberg“ hat schon über 1800 Unterschriften für Betuwe-Alternative. Am Montag wurde der Antrag an den Rat gestellt. Bitte an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Auch der Naturschutzbund in Emmerich spricht sich für die Alternativlösung aus.

Die Unterschriftenaktion läuft gerade erst richtig an. Und schon haben die engagierten Eltener 750 Unterschriften auf Papier und über 1050 in der Online-Petition gesammelt. Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Eltenberg“ hat inzwischen auch eine Internetseite eingerichtet unter www.rettet-den-eltenberg.de. Von da aus geht’s auch zur Online-Petition. Bei der Sammlung von Haus zu Haus haben die Baumfreunde Emmerich am Samstag kräftig geholfen. Im Rheincenter signierten rund 400 Menschen spontan am Stand der Baumfreunde.

Helmich sammelt Argumente

Die starke Unterstützung zeige, dass viele Bürger ein Interesse daran haben, dass der Eltenberg so bleibt, wie er ist, erklärt die BI in einer Pressemitteilung. Ein Stück wunderschöne Natur – ein Wahrzeichen für den unteren Niederrhein, während der Eiszeit entstanden – könne und dürfe nicht abgegraben werden.

Gestern hat die BI die entsprechenden Anträge an den Rat der Stadt Emmerich, die Deutsche Bahn und Straßen.NRW gestellt.

Fünf Forderungen im Ratsantrag: 1. Der Eltenberg soll nicht teilweise einbetoniert werden. Die B 8 soll auf die Bahntrasse. 2. Sportplätze erhalten. 3. Kein Kreisverkehr an der Zevenaarer Straße, der für die Anwohner eine hohe Lärmbelästigung bedeutet.

4. Chance der Ortsumgehung nutzen, indem die B 8 südwestlich der Sportplätze bis zum Feldhausener Weg geführt wird. 5. Bahn-Haltepunkt Elten forcieren.

Am Freitag, 31. Januar, 10 bis 12 Uhr wird ein Infostand während des Eltener Wochenmarktes aufgebaut. Hier können sich Bürger über die Pläne informieren, über das, was die BI verhindern möchte und welche Alternativen es dazu gibt. Jede Unterschrift ist willkommen.

Rüdiger Helmich, Sprecher der Baumfreunde Emmerich, die durch ihre Info-Veranstaltung die Bewegung initiiert haben, sammelt derweil weiter Argumente für die ten Brink’sche Variante. Im Leitbild der Stadt Emmerich steht: „Bestehende Waldflächen, insbesondere die am Elten-Berg, sollen als solche erhalten bleiben und Uferzonen der Wild renaturiert werden.“ „Allein deshalb dürfte die Stadt der aktuellen Planung schon nicht zustimmen“, sagt Helmich.

Ferner sei es ja beabsichtigt, einen Bahnhaltepunkt in Elten einzurichten. In der Alternativ-Variante, die die Eltener bevorzugen, wäre dann ohnehin eine Unterführung an der Lobither Straße vorgesehen. Diese könnte dann auch dafür genutzt werden, dass Fahrgäste den Bahnsteig wechseln können, so Helmich.

Auch die Emmericher Ortsgruppe des Naturschutzbundes spricht sich für die Alternativ-Lösung aus und möchte das „bedeutendste geologische Monument Emmerichs“ in der jetzigen Form erhalten. Sprecher Adalbert Niemers betont die „herausgehobene Schönheit“ des Berges. Dies und „die Bewaldung machen ihn nicht nur für die Menschen in Emmerich zu einem sehr angenehmen Erholungsort. Das wäre schon Grund genug, sich gegen eine in den Hang gebaute neue Trasse der B 8, wie sie von der Stadt Emmerich akzeptiert wird, zu wehren und die Bahntrasse entsprechend einem alten Plan der DB auf die Trasse der B 8 am Fuß des Eltenberges zu verlegen.“ Es habe Charme, durch die in der Alternativ-Lösung vorgesehene Ortsumgehung den Lkw-Verkehr aus dem Ortskern zu halten.

Franz-Josef Gabriel hat sich in einem Brief an die Bundesumweltministerin, Dr. Barbara Hendricks, gewandt. Er bittet die Kleverin um Unterstützung. Sie könnte bei der wohl ausstehenden Umweltverträglichkeitsprüfung ihren Einfluss geltend machen. Ferner könnte sie den Bundesverkehrsminister auf das Begehren der Bürger von Elten hinweisen.

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