Betuwe

Wo es in Emmerich leiser und wo lauter wird

Nicht irritieren lassen: Die Bahnpläne sind immer auf Kopf zu lesen. Im Zentrum befindet sich die Emmericher Innenstadt. Rechts liegt Hüthum. Die rot gekennzeichnete Zunge links neben der Innenstadt ist der Bereich nördlich des Bahnhofs. Die Farben: Grüne Flächen werden bis zu 10 dB(A) leiser, was etwa einer Lärmhalbierung entspricht. Gelbe Flächen bleiben etwa unverändert. In dne hellroten Flächen wird’s 2 bis 4 dB(A) lauter.

Nicht irritieren lassen: Die Bahnpläne sind immer auf Kopf zu lesen. Im Zentrum befindet sich die Emmericher Innenstadt. Rechts liegt Hüthum. Die rot gekennzeichnete Zunge links neben der Innenstadt ist der Bereich nördlich des Bahnhofs. Die Farben: Grüne Flächen werden bis zu 10 dB(A) leiser, was etwa einer Lärmhalbierung entspricht. Gelbe Flächen bleiben etwa unverändert. In dne hellroten Flächen wird’s 2 bis 4 dB(A) lauter.

Emmerich.   Rund 200 Besucher waren im PAN bei der Bürgerinfo zum Betuwe-Planfeststellungsverfahren 3.4. Die Fragen zum Lärmschutz dominierten. Die Bauzeit wird Belastungen für die Bürger mit sich bringen. Der Baustart im Jahr 2017 scheint möglich.

Das PAN war mit 200 Besuchern sehr gut gefüllt. Die Deutsche Bahn hatte, wie berichtet, ein geladen, um ihre Betuwe-Ausbau-Pläne für Emmerich im Planfeststellungsverfahren 3.4 (Schwarzer Weg bis Felix-Lensing-Straße) vorzustellen.

Die meisten Fragen wurden zum Lärmschutz gestellt. Wer ist wie betroffen? Das wurde im Einzelnen geklärt. Warum entsteht keine Lärmschutzwand direkt am Bahnhof, die vor allem den Anwohnern im Norden gelegen gekommen wäre? Sie werden sich, wie berichtet, auf 2 bis 4 dB(A) mehr Lärm einstellen müssen. DB-Projektleiter Stefan Ventzke klärte auf: Da in diesem Bereich keine Umbaumaßnahmen nötig sind, sei es schon rechtlich nicht möglich, eine Wand zu installieren. Zum Schallschutz gehören nicht nur Wände und passiver Schutz an den Privathäusern. Schienenstegdämpfer sind in Emmerich auf 2,8 Kilometern geplant. Ferner rüste DB Schenker alle Güterzüge bis 2020 auf „leise Sohlen“, so Ventzke, um. Was aber nichts über andere Unternehmen aussagt, die auf der Strecke vielleicht lieber Strafzahlungen in Kauf nehmen, statt umzurüsten.

Drei bis vier Jahre Bauzeit

Fast zweieinhalb Stunden dauerte die Bürgerinformation. Auch gefragt wurde: Wann starten die Bauarbeiten? Geplant: 2017. Und dann wird es drei bis vier Jahre dauern. Nicht immer kann zuerst die Lärmschutzwand errichtet werden. Da, wo die Bahn noch an den Gleisen arbeiten muss, könne man sich den Zugang nicht versperren. Diese drei bis vier Jahre Bauzeit wird für viele Emmericher keine leichte Zeit. Es wird Sperrungen geben. Manche Flächen, auch private Grundstücke, werden für Baustellen verwendet werden müssen. Auf den Plänen, die die Bahn im PAN zeigte, konnten die Anwohner grob erkennen, welche Bereiche zu „Baustelleneinrichtungsflächen“ werden. Das sind natürlich stets Flächen, die in Bahntrassennähe liegen. „Wir haben alle Betroffenen, deren Grundstücke betroffen sind, angeschrieben“, sagte Ventzke. Sollte jemand womöglich vergessen worden sein, bitte bei der Bahn melden.

Zum Erschütterungsschutz führte Ventzke aus, dass die Trogbauwerke mit integrierten Unterschottermatten da entstehen, wo das 3. Gleis neu gebaut wird. Die dämmende Schwellenbesohlung, die eine bessere Vernetzung zum darunter liegenden Schotter ermöglicht, ist zum Teil auch an bestehenden Gleisen geplant. „Ziel ist es, die Schwingungen zu verringern“, so Ventzke.

Ventzke ging auch auf den erforderlichen Konsens für die 0 Cent-Finanzierung, die das Land den Kommunen zugesagt hat: „Wir setzen niemandem die Pistole auf die Brust. Ob es einen Konsens gibt oder nicht, beurteilt das Land.“ Im Bezug auf die Kerstenstraße, wo wie berichtet die Städt gerne eine Finanzierungszusicherung in der Kreuzungsvereinbarung verankert gesehen hätte, seien sich ja Stadt und Bahn einig gewesen. Finanzielle Dinge seien aber mit dem Land zu klären. Nicht mit der Bahn.

Tatsächlich kamen auch Besucher ins PAN, die Fragen zum Bereich Hüthum und Elten hatten, die erst im Planfeststellungsverfahren 3.5 behandelt werden. Das Missverständnis könnte entstanden sein, weil der Bahnübergang Felix-Lensing-Straße in 3.4 liegt, der Straßenbereich dahinter aber in 3.5. Es wurde aber versichert, dass nicht im angrenzenden Abschnitt 3.4 Fakten für 3.5 geschaffen würden.

Obwohl die von einigen Hüthumern gewünschte zweite Lkw-taugliche Unterführung noch nicht Thema war, deutete Ventzke im Pressegespräch vorab an, dass diese nur realisiert werden könne, wenn jemand das bezahlt. Sein Eindruck: Der Bund zahlt es nicht.

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