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FC Kray soll nach Aufstieg auch im RWE-Stadion spielen

Die Kray-Arena an der Buderusstraße - in der kommenden Saison spielt der FC Kray hier in der Regionalliga.Für so genannte Brisanzspiele wird der Aufsteiger ausweichen müssen.  Foto: Jennifer Rüdinger/WAZ FotoPool

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Die Kray-Arena an der Buderusstraße - in der kommenden Saison spielt der FC Kray hier in der Regionalliga.Für so genannte Brisanzspiele wird der Aufsteiger ausweichen müssen. Foto: Jennifer Rüdinger/WAZ FotoPool Foto: WAZ FotoPool

Essen.   Der FC Kray wird als Aufsteiger in die Regionalliga künftig öfter vor erheblich mehr Zuschauern spielen als bisher. Sicher ist: Die Arena an der Hafenstraße soll für das Heimderby gegen RWE genutzt werden. Der FC Kray will 600 Sitzplätze zur kommenden Saison anbieten, mit dem 105 000 Euro teuren Tribünen-Bau wurde bereits begonnen.

Kray-Arena - so nennen sie die Spielstätte des frischgebackenen Aufsteigers von der Buderusstraße, was trotz des schmucken Kunstrasens etwas dick aufgetragen klingt. Es ist nicht lange her, da kickte der FC Kray hier als Landesligist noch auf Asche. Und in der kommenden Saison spielt der frischgebackene Doppelaufsteiger gemeinsam mit Rot-Weiss Essen in der Regionalliga. Im selben Stadion?

Die Mannschaft von Trainer Dirk Wißel hatte die Sensation am vergangenen Sonntag im Stadion am Uhlenkrug gerade erst perfekt gemacht, da erreichten die Redaktion zur Veröffentlichung erste Glückwünsche - verbunden mit einer Erwartungshaltung: Nun könne das neue Stadion seinem Namen als Stadion für die ganze Stadt gerecht werden, schrieb Hans Peter Leymann-Kurtz, Sprecher der Fraktion Die Linke im Rat der Stadt. Er persönlich freue sich auf die Heimspiele des FC Kray an der Hafenstraße. Fast schon gebetsmühlenartig predigen die politischen Entscheidungsträger über alle Fraktionen hinweg, dass die neue, 40 Millionen Euro teure Arena in Bergeborbeck eben kein RWE-Stadion sei. Da kommt der erfrischende Aufsteiger aus Kray offenbar gerade Recht.

Die Hütte dürfte beim Derby voll werden

Krays Präsident Günter Oberholz hält bei aller Euphorie den Ball lieber flach. Klar, auf die beiden Derbys gegen die Rot-Weißen freue sich wohl jeder Fußballfan in Essen. Und was läge näher, als dass der FC sein Heimspiel gegen RWE an der Hafenstraße austrägt? Die Hütte dürfte voll werden. Fest steht: Die Kray-Arena wäre definitiv zu klein und würde die Auflagen von Polizei und Westdeutschem Fußballverband hinsichtlich Fan-Trennung und Sicherheit nicht erfüllen. Zwischen 600 und 1000 Zuschauer wurden in der abgelaufenen Saison an der Buderusstraße gezählt. 1500 fänden Platz. Parkplätze sind knapp rund um die Buderusstraße.

Günter Oberholz geht davon aus, dass der FC seine Heimspiele gegen Mannschaften, die nur wenige Fans mitbringen, wie die Zweitvertretungen der Bundesliga-Teams, in der Kray-Arena wird austragen können. 600 Sitzplätze will der Club zur kommenden Saison anbieten, mit dem 105 000 Euro teuren Tribünen-Bau wurde bereits begonnen. Toiletten und Umkleiden müssten ebenfalls saniert werden. Der Verein sei auch darüber mit der Stadt im Gespräch. Was die unbefriedigende Zahl an Parkplätzen angeht, will Oberholz bei Discountern in der Nachbarschaft anklopfen.

Bei Brisanzspielen ausweichen

Das alles wird nicht genügen für Heimspiele gegen Rot-Weiß Oberhausen oder den Wuppertaler SV. Wie schon beim Relegationsspiel gegen den KFC Uerdingen, das im Stadion am Uhlenkrug angepfiffen wurde, wird der FC Kray für so genannte Brisanzspiele ausweichen müssen in eine andere Spielstätte, weil die Gefahr als groß eingeschätzt wird, dass es nicht nur auf dem Platz heiß zugeht, sondern auch auf den Rängen.

Kommt für diese Partien das Stadion an der Hafenstraße ins Spiel? Die städtische Grundstücksverwaltung Essen, Betreiber der Arena, lässt durchblicken, dass sie dem Regionalliga-Neuling die gleichen Konditionen einräumen würde, wie Rot-Weiss Essen; der Traditionsverein soll zehn Prozent seiner Einnahmen an die GVE abführen. Eine Woche Pause müsse man dem Rasen zur Erholung aber schon geben, heißt es, was möglich sein sollte, wenn neben RWE und der SG Schönbeck, die ebenfalls Spiele im neuen Stadion austragen soll, mit dem FC Kray sporadisch ein dritter Verein antritt. Präsident Oberholz gibt sich dennoch zurückhaltend. An der Hafenstraße aufzulaufen, mache keinen Sinn, wenn weniger als 3000 Zuschauer kommen. Sportlich wie organisatorisch ist der Aufstieg für den FC Kray eben eine Reise ins Abenteuerland.

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