IG Metall

„Leiharbeit wird abgelehnt“

Gemeinsam für ein gutes Leben - unter diesem Motto führt die IG Metall Hagen zur Zeit unter der Hagener Bevölkerung eine Befragung durch.

Foto: WR Schmettkamp

Gemeinsam für ein gutes Leben - unter diesem Motto führt die IG Metall Hagen zur Zeit unter der Hagener Bevölkerung eine Befragung durch. Foto: WR Schmettkamp

Hagen. Die Lostrommel und die Luftballons am Stand der IG Metall täuschen. Der Gewerkschaft ging es gestern auf dem Friedrich-Ebert-Platz nicht um Show, sondern um knallharte Themen: Nicht weniger als die zentralen Herausforderungen für Politik und Gesellschaft der nächsten Jahre in Deutschland. „Die Resonanz ist gut. Wir bekommen Zulauf aus allen Altersklassen“, freute sich Werner Voßeler von der IG Metall.

Zwar führten die Metaller auch eine Umfrage durch, die dann später in der Zentrale in Frankfurt ausgewertet wird, doch vor Ort ging es zuvorderst natürlich um das persönliche Gespräch. „Das große Thema war hier am Stand die Leiharbeit, die als Beschäftigungsform abgelehnt wird.“ Gerade in diesem Themenfeld verspürt die IG Metall nach dem jüngsten Tarifabschluss Rückenwind. „Leiharbeiter werden mehr und mehr zu Ramscharbeitnehmern. Der Klebeeffekt liegt gerade mal bei sieben Prozent, das heißt, dass 93 Prozent der Menschen den Sprung aus der Leiharbeit nicht schaffen“, so Voßeler.

Der Tarifabschluss allerdings habe die Situation für die Betriebsräte unter anderem wegen der nun vorhandenen Beratungspflicht nach 18 Monaten verbessert. „Außerdem hat sich die Chance auf sogenannte Besservereinbarungen erhöht“, führt Voßeler aus. „Das ist zwar immer noch nicht gleicher Lohn für gleiche Arbeit, kommt dem aber schon näher.“

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