Polizei

Das Land zieht Streifenwagen aus dem Kreis Wesel ab

Die Zahl der Streifenwagen im Kreis Wesel sinkt.

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Die Zahl der Streifenwagen im Kreis Wesel sinkt. Foto: picture alliance / dpa

Kreis Wesel.   Zahl der Streifenwagen sinkt von 54 auf 38. Beim täglichen Streifendienst soll es aber keine Einschränkungen geben, heißt es von der Wache in Moers.

Die Polizei im Kreis Wesel muss mit weniger Fahrzeugen auskommen: Wie Uwe Melchers, Vorsitzender der Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP), jetzt auf Anfrage der NRZ bestätigte, wird die Zahl der Streifenwagen von 54 auf 38 und die Zahl der Zivilfahrzeuge von 66 auf 52 reduziert. „Wir haben keine Reserven mehr, Großeinsätze sind durchaus schwieriger geworden“, erklärt Melchers.

So zum Beispiel auch beim Nelkensamstagszug: „Ein Einsatz wie beim Moerser Karneval ist nicht mehr machbar, wir müssen Autos aus den Nachbarbehörden holen.“ Wie sein Kollege und Stellvertreter Nils Krüger, Dienstgruppenleiter der Polizeiwache Moers, legt Melchers Wert darauf festzustellen, dass es beim täglichen Streifendienst keine Einschränkungen gibt und die Sicherheit der Bürger gewährleistet ist.

Nils Krüger: „Die Streifenwagen für den Wachdienst, die sind da, da ist nix weggenommen worden.“ Jedoch haben beispielsweise die Bezirksdienstbeamten – gemeinhin auch als „Dorfsheriffs“ bekannt – schon Schwierigkeiten, denn für neun Beamte stehen nur zwei Fahrzeuge zur Verfügung. Und wenn ein Streifenwagen des Wachdienstes mal zur Inspektion oder zum Reifenwechsel muss, muss der Bezirksdienst einen abgeben.

Für zusätzliche Ermittlungen muss ein Auto erst bestellt werden

Als eine „deutlich größere logistische Herausforderung“ bezeichnet Nils Krüger die Situation; Uwe Melchers verweist zudem darauf, dass sich Kripobeamte ein Auto „bestellen“ müssen, wenn sie beispielsweise eines für zusätzliche Ermittlungen benötigen. „Es ist absurd, dass sich die Kollegen erst ihr Arbeitsgerät zusammensuchen müssen“, zieht Melches Bilanz.

Stephan Hegger, Pressesprecher des GdP-Landesverbandes, erklärt die Situation mit einem „Fahrplanmanagement“, das von einer mit Berufspraktikern besetzten Ar­beitsgruppe des NRW-Innenministeriums entwickelt wurde. Es seien „sehr realitätsnahe Szenarien“ durchgespielt worden, so Hegger, und fügt hinzu: „Die Ausstattung mit Fahrzeugen ist völlig in Ordnung, was das Land angeht.“

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