JUGENDARBEIT

„Akku leer – Jugendarbeit braucht Power“, sagen die Falken

Tobias Bolitz fotografierte die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung für die Kampagne „Akku leer – Jugendarbeit braucht Power“.

Foto: Tom Thöne

Tobias Bolitz fotografierte die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung für die Kampagne „Akku leer – Jugendarbeit braucht Power“. Foto: Tom Thöne

Oberhausen.   Im Vorfeld der Landtagswahl fordern die Falken in der Region eine bessere Ausstattung der Jugendarbeit. Auch Oberhausen ist dabei.

Conny hatte sich als Akku verkleidet und spazierte auf diese besondere Weise kostümiert über das Gelände des Falkentreffs an der Richard-Dehmel-Straße: Einmal volltanken? Aber gern! Denn genau darum ging es ja: Die Falken starteten ihre Kampagne „Akku leer – Jugendarbeit braucht Power“, mit der sie auf die Situation der Jugendzentren und der Jugendarbeit im Land hinweisen wollen.

Bis zum Mai läuft dieses Info-Programm. Der Abschluss geht in der Essener Innenstadt über die Bühne, wo es in der Fußgängerzone verschiedene Aktionen geben wird.

Drei Forderungen

„Die Jugendzentren im Land benötigen mehr Wertschätzung, mehr Fachpersonal und mehr strukturelle Ressourcen, also eine größere und flexiblere finanzielle Unterstützung“, sagt Tobias Bolitz, zuständig für den Jugendbereich und die Jungenarbeit bei den Falken in Oberhausen.

Mit diesen drei zentralen Forderungen der Kampagne konnten sich nun die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung solidarisch erklären. Es wurden Foto-Porträts von ihnen angefertigt, Postkarten an NRW-Jugendministerin Christina Kampmann lagen aus, und ganz zum Schluss stiegen rote Luftballons mit dem „Akku leer“-Motto in den Himmel über der Richard-Dehmel-Straße.

Regionale Zusammenarbeit

Die Falken in Oberhausen arbeiten bei dieser Kampagne eng mit den Falken-Jugendzentren in Gladbeck, Gelsenkirchen, Essen, Duisburg und weiteren Städten der Region zusammen. Mit ihrem „Akku leer“-Programm machen die Fachkräfte der Jugendzentren im Vorfeld der NRW-Landtagswahl auf ihre Position aufmerksam, dass die Jugendarbeit vor Ort besser gefördert werden sollte: mehr feste Stellen, weniger Teilzeit- und Honorarkräfte, weniger Papierkram bei der Antragstellung für Fördermittel, ein flexibleres Vorgehen im Interesse der Jugendlichen.

Die Finanzierung reiche nicht mehr aus, „um allen Aufgaben gerecht werden zu können“. Dabei seien die Fachkräfte der Einrichtungen „wichtige Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche, für Eltern und Lehrer“, heißt es.

Ab 16.30 Uhr waren jetzt junge Leute aus dem Stadtteil und aus ganz Oberhausen eingeladen, den ersten Aktionstag zu unterstützen. Die Resonanz fiel gut aus. Es wurde gegrillt, es wurden auch Kreativ- und Spielangebote wahrgenommen, die deutlich machten, was Jugendzentren tagtäglich leisten.

In den nächsten Wochen soll es nun weitere „Akku leer“-Programmpunkte geben. Das Akku-Kostüm wird noch gebraucht.

Aktionen laufen bis zum 5. Mai

Genau bis zum 5. Mai läuft die „Akku leer“-Kampagne. Dazu gibt es eine eigene Facebook-Seite mit dem Titel „Jugendarbeit braucht Power“ und Infos unter falken-oberhausen.de.

Jugendzentren werden von den Kommunen und vom Land finanziert. Vor allem an das Land richtet sich nun die Infoaktion, die darauf setzt, vor den Wahlen zum Landtag besonderes Gehör zu finden.

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