Kurzfilmtage

Debatten - von der Türkei bis zu Künstler-Webserien

Während der Kurzfilmtage

Foto: Kurzfilmtage

Während der Kurzfilmtage Foto: Kurzfilmtage

OBERHAUSEN.   Die Podium-Reihe der Oberhausener Kurzfilmtage diskutiert vormittags eine breite Themen-Palette aus Politik, Kunst und Architektur.

Die Podium-Reihe ergänzt die Filmprogramme der Kurzfilmtage um ein Diskussions-Format, in dem Wissenschaftler, Künstler, Kuratoren und Autoren über aktuelle Fragen debattieren. In diesem Jahr ergänzt ein Extra-Podium zur autoritären Wende in der Türkei die Reihe.

Am Montag, 15. Mai, um 12.30 Uhr stellen sich türkische Künstler, Filmemacher, Komponisten und Filmkritiker die Frage: „Wann fing alles an?“ Denn die in letzter Zeit verschärfte Repression wirkt sich gravierend auf die intellektuellen und künstlerischen Szenen aus. Das Podium fragt, inwieweit sich die Kunst als kritisches Medium zur Analyse dieses Umbruchs eignet.

Das Thema-Programm „Soziale Medien vor dem Internet“ ergänzt am Freitag, 12. Mai, ein Podiumsgespräch mit Aktivisten und Praktikern, die die Entwicklung von Mitmach-Medien begleiteten. Angesichts der rüden Formen, die der Online-Dialog inzwischen oft annimmt, steht zur Debatte, was für ein Fortschritt hier erreicht wurde – und ob sich diese Entwicklung schon bei den frühen Medienexperimenten andeutete. Die Runde moderiert Dr. Tilman Baumgärtel aus Berlin, der Kurator des Themenprogramms. Die Medien sind voll von Berichten über neue Architektur-Ikonen der Kultur. Doch was passiert, wenn der Eröffnungstrubel vorbei ist? Danach fragt das Podium am Samstag, 13. Mai. Wie arbeitet es sich in den neuen Häusern mit den alten Etats für Personal und Betrieb? Moderiert von Kulturmanagerin Ulrike Rose, diskutiert das Podium Gründe für Scheitern oder Gelingen zwischen Investitionen in Hardware (Beton) und Software (Programm).

Webserien und Zeitschriften Afrika

Museen und Galerien zeigen verstärkt Interesse an „flüchtiger“ Kunst. Performance-Kunst oder Expanded Cinema werden neu bewertet. Moderiert von der Regisseurin Marta Popivoda, fragt das Podium am Sonntag, 14. Mai: Verschiebt sich unsere Wahrnehmung und die Programmierung von Kunstinstituten?

Das Fernsehen erlebt eine Renaissance, vor allem in Form von Webserien. Ein Sub-Genre sind Künstler-Webserien – und denen widmet sich das Podium am Montag, 15. Mai. Die Diskussion mit Künstlern aus Europa und Amerika moderiert die Kuratorin Rebeka Põldsam.

Über das Forschungsprojekt „Electronic Textures“ der Kunstakademie im norwegischen Trondheim diskutiert das Podium am Dienstag, 16. Mai. Es geht um pan-afrikanische Zeitschriften. Annett Busch präsentiert erste Ergebnisse des Trondheimer Projekts.

Alle Podien tagen von 10 bis 12 Uhr im „Festival-Space“, Langemarkstraße 22, Eintritt frei.

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