LÄRMSCHUTZ

Auf sieben Straßen in Sterkrade soll es stiller werden

Von der Bahnüberführung in Sterkrade (mi.) zweigen sie beiderseits jeweils nach Norden ab: die Friedrichstraße auf der Ostseite und die Neumühler Straße auf der Westseite. Beide werden 2017 lärmsaniert.

Foto: Hans Blossey/Archiv

Von der Bahnüberführung in Sterkrade (mi.) zweigen sie beiderseits jeweils nach Norden ab: die Friedrichstraße auf der Ostseite und die Neumühler Straße auf der Westseite. Beide werden 2017 lärmsaniert. Foto: Hans Blossey/Archiv

Sterkrade.   Der Lärmaktionsplan soll in seiner zweiten Stufe für eine merkliche Lärm-Minderung an wichtigen Stadtteil-Achsen sorgen.

Hohe Lärmbelastung macht krank. Deshalb sind die Städte europaweit verpflichtet, vor allem die Lärmfolgen der zunehmenden Verkehrsbelastung zu bekämpfen. Oberhausen hat seinen ersten Lärmaktionsplan 2010 aufgelegt. Damals galt die Aufmerksamkeit jenen Straßen, die von 16 000 und mehr Fahrzeugen am Tag befahren werden. Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans zielt jetzt auf alle Straßen mit 4000 und mehr Fahrten am Tag. Das sind im Stadtbezirk Sterkrade 31 Straßen(-abschnitte).

Davon sollen bis Ende 2019 sieben so umgestaltet werden, dass sie den Bestimmungen entsprechen.

Die Finanzierung wird durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Landes möglich. Es regelt die Verteilung von 1,1 Milliarden Euro an Bundesmitteln zur Förderung finanzschwacher Kommunen. Bei der Auswahl unter den 31 betroffenen Straßen musste aber auch darauf geachtet werden, in wie gutem Zustand der jeweilige Fahrbahnbelag noch ist und wann die Straße ohnehin aufgerissen würde, weil eine Kanalsanierung ansteht.

Auch die Bezirksvertretung Sterk­rade hatte keine Einwände dagegen, dass in diesem Jahr mit der Neumühler Straße und der Friedrichstraße begonnen wird. Die Neumühler Straße ist von Ostrampe bis Mecklenburger Straße betroffen. Dort soll nicht nur ein lärmmindernder Fahrbahnbelag aufgebracht werden. Vorgesehen sind außerdem Tempo 30 nachts sowie nach Möglichkeit ein Lkw-Nachtfahrverbot. Für die Friedrichstraße gilt der Ausbau zwischen Ostrampe und Steinbrinkstraße. Auch dort geht es neben Flüsterasphalt um ein Lkw-Nachtfahrverbot. Auf Tempo 30 nachts soll verzichtet werden.

Lkw-Nachtfahrverbote

2018 ist vorgesehen, die Friesenstraße von Bach- bis Thüringer Straße mit Flüsterasphalt zu versehen. Das gilt zudem für die Steinbrinkstraße von Hospital- bis Brandenburger Straße. Für den weiteren Abschnitt bis zum Postweg ist zudem Tempo 30 und nach Möglichkeit ein Lkw-Nachtfahrverbot geplant.

2019 sind der Postweg, die Weierstraße und ein weiterer Abschnitt der Steinbrinkstraße eingeplant. Beim Postweg geht es um den Abschnitt von der A516-Brücke bis zur Holtener Straße und um neuen Fahrbahnbelag. Die Weierstraße ist von der Weseler Straße bis zur Brücke über die Bahngleise betroffen. Zusätzlich zum neuen Asphalt geht es dort auch um Tempo 30 nachts. Die Steinbrinkstraße schließlich ist im Abschnitt von Friedrich- bis Johanniterstraße vorgesehen und soll ebenfalls Flüsterasphalt erhalten.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik