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Jubiläum – Frisörhandwerk wurde dem Chef in die Wiege gelegt

Kundschaft sogar aus Frankfurt: Britta Eichler bei ihren jüngsten Besuch im Geschäft von Markus Kretzer.

Foto: Ute Gabriel

Kundschaft sogar aus Frankfurt: Britta Eichler bei ihren jüngsten Besuch im Geschäft von Markus Kretzer. Foto: Ute Gabriel

oberhausen.   An der Walsumermarkstraße in Königshardt zückt Frisörmeister Markus Kretzer seit einem Vierteljahrhundert Kamm und Schere.

Das Frisörhandwerk wurde ihm in die Wiege gelegt: Frisörmeister Markus Kretzer (49) ist im Salon seiner Mutter Ingeborg aufgewachsen. Nun feiert sein eigener Salon auf der Walsumermarkstraße seinen 25. Geburtstag. Ein Anlass für ihn, auf eine äußerst erfolgreiche Zeit zurückzublicken.

„Ich bin nach dem Kindergarten und später nach der Schule immer im Laden meiner Mutter gewesen. Es kam also für mich kein anderer Beruf in Frage“, erinnert sich Kretzer. Im Jahr 1985 begann er seine Frisör-Ausbildung, 1992 absolvierte er die Meisterprüfung. Parallel bereitete er die Eröffnung seines eigenen Ladens vor. Die Türen öffneten sich nur drei Tage nach erfolgreich bestandener Meisterprüfung zum ersten Mal.

Seitdem ging es für ihn stetig bergauf. Und das trotz der etwas abgelegenen Lage mitten im Wohngebiet. Vor 15 Jahren wurde der Salon als erster in Oberhausen in den „Circle of Excellence“ aufgenommen. Diese Auszeichnung vergibt die Firma Wella an die besten Frisörsalons des Landes.

Erster Kunde ist treu geblieben

An seinen ersten Kunden erinnert Kretzer sich trotzdem noch genau. Er kommt bis heute regelmäßig. Und er ist nicht der einzige: Viele Kunden vertrauen bei Haarfragen nur Kretzers Team. „Ich war das erste Mal wegen meiner Brautfrisur hier. Seitdem komme ich immer wieder. Der Service ist einfach super“, erzählt Britta Eichler. Sie wohnt mittlerweile in Frankfurt und nutzt ihre Aufenthalte in Oberhausen immer für Frisörbesuche.

Doch auch die Mitarbeiter bleiben dem Salon treu. „Nicole, meine älteste Mitarbeiterin, arbeitet seit 24 Jahren hier im Laden. Wir haben uns damals in der Ausbildung kennengelernt“, sagt Kretzer. Auch viele der 25 Auszubildenden, die im Laufe der Jahre im Haarforum den Frisörberuf erlernt haben, sind geblieben: Matthias Schoierer (30) hat 2006 seine Ausbildung begonnen und wurde danach von Kretzer übernommen. „Ich habe mich hier immer wohl gefühlt. Ich mag meine Kollegen und das Arbeitsklima ist gut“, erzählt er.

Und genug zu tun gibt es immer: Im letzten Jahr griffen Kretzer und sein Team insgesamt 12 465 Mal zu Schere und Föhn. Damit keiner lange auf einen Termin warten muss, beschäftigt das Haarforum insgesamt elf Mitarbeiter. Angefangen hatte Kretzer 1992 mit drei Angestellten.

Der Friseurmeister und Vater von zwei Kindern ist aber auch über seine Arbeit im Salon hinaus sehr aktiv: Seit 20 Jahren sitzt er im Fachbeirat der Oberhausener Frisörinnung als Experte für Herrenfrisuren. Als freier Mitarbeiter der Firma Wella ist er außerdem seit fünf Jahren in der Produktentwicklung tätig. Und auch privat kennt er keine Ruhe: In seiner Freizeit engagiert er sich in der freiwilligen Feuerwehr.

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