Gesundheits-Projekt

Quartiers-Projekt bringt Oberhausen-Sterkrade in Bewegung

Blaues Band und Technisches Rathaus aus der Luft gesehen: Der Weg zu Fuß ist gerade in Sterkrade oftmals schneller und direkter als eine Autofahrt – auch das will das Modellvorhaben „Quartier in Bewegung“ deutlich machen, das Ende April beim Spiel- und Sportwochenende offiziell gestartet wird.

Foto: Hans Blossey

Blaues Band und Technisches Rathaus aus der Luft gesehen: Der Weg zu Fuß ist gerade in Sterkrade oftmals schneller und direkter als eine Autofahrt – auch das will das Modellvorhaben „Quartier in Bewegung“ deutlich machen, das Ende April beim Spiel- und Sportwochenende offiziell gestartet wird. Foto: Hans Blossey

oberhausen.   Der innere Schweinehund ist unerbittlich. Aber es gibt Methoden, ihn zu zähmen. Darauf setzt „Quartier in Bewegung“.

Viele Sterkrader werden in den nächsten Wochen ein persönliches „Logbuch für ein bewegtes Leben“ erhalten und darin Anregungen und Tipps finden zu Bewegung, Gesundheit und Ernährung. Dieses Logbuch ist teil der Aktion „Quartier in Bewegung“, die Ende April startet und bis in den Juli läuft.

„Quartier in Bewegung“ soll keine Theorie bleiben. Es wird im öffentlichen Raum, zum Beispiel im Technischen Rathaus, Aufkleber auf den Fußböden und in den Fluren geben, die dazu ermuntern, statt des Aufzugs doch mal die Treppe zu benutzen: Das hält fit.

In der Innenstadt von Sterkrade werden Aktionsplakate zu sehen sein, die jeweils angeben, wie viele Geh- oder Radfahr-Minuten ein bestimmtes Ziel entfernt ist. So soll verdeutlicht werden, dass die meisten Punkte innerhalb des Stadtteils ganz entspannt und schnell ohne das Auto erreicht werden können. Per Pedes vom Sterkrader Tor zum Bahnhof? Das ist doch allemal besser, als die aufwendige Auto-Rundtour um den Stadtteil.

Auftakt zu „Quartier in Bewegung“ wird bereits Ende April sein. Beim Spiel- und Sportwochenende (am 29. und 30. April) stellt Ex-Leichtathlet und Olympiateilnehmer Willi Wülbeck auf der Hauptbühne am Technischen Rathaus das Projekt vor und wirbt zugleich als ehemaliger Spitzensportler für mehr Bewegung im Alltag der Sterk­rader.

Nur zwei Standorte in NRW

Neben Sterkrade gibt es nur einen einzigen weiteren Projektstandort in ganz Nordrhein-Westfalen. Das ist die Weststadt von Hamm, wo das Modellvorhaben im Anschluss von September bis Dezember 2017 laufen wird.

In Sterkrade wird es bis zum Juli 2017 auch Workshops und Quartiersbegehungen geben. Ob Treppe, Parkbank oder Straßenmobiliar – Möglichkeiten für schnelle und einfache Bewegungseinheiten sollen dabei ausgelotet und Verbesserungsmöglichkeiten festgehalten werden. Eine so genannte Mini-Zukunftskonferenz krönt schließlich das Projekt am 13. Juli. Bei diesem Treffen sollen Visionen für ein bewegungsförderndes Quartier zusammengetragen werden.

Muskelkraft schont auch das Klima

Hintergrund von „Quartier in Bewegung“ ist ein von der Landesregierung bereits im Jahr 2012 beschlossener Aktionsplan. Darin ist festgelegt, dass Fußgänger und Radfahrer unterstützt werden sollen. Wenn sich mehr Menschen aus eigener Muskelkraft bewegen, so lautet die Überlegung, haben alle etwas davon: das Klima, die Umwelt, der Verkehr, die individuelle Gesundheit. Das Projekt will feststellen, ob Bürger mit kreativen Aktionen und origineller Kommunikation zu einem aktiveren Lebensstil bewegt werden können.

Das kommende Spiel- und Sportwochenende ist also mit seiner beachtlichen Beteiligung von Sportvereinen genau der richtige Ort für den Projektauftakt. Tausende werden am letzten Aprilwochenende durch die City strömen und dabei auch am Infostand von „Quartier in Bewegung“ vorbeischauen – dort gibt’s dann für alle Interessenten auch das Logbuch.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik