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3-D-Gemälde faszinieren die Besucher im Bero-Zentrum

Ein Becken für Seelöwen mitten in der Einkaufspassage: eines der dreidimensional wirkenden Großgemälde von Gregor Wosik im Bero-Zentrum.

Foto: Simon Gerich

Ein Becken für Seelöwen mitten in der Einkaufspassage: eines der dreidimensional wirkenden Großgemälde von Gregor Wosik im Bero-Zentrum. Foto: Simon Gerich

OBERHAUSEN-Lirich.   Samstag geht in Oberhausen-Lirich die Schau mit den großformatigen dreidimensionalen Augentäuschungen von Gregor Wosik zu Ende.

Nur noch an diesem Samstag können Besucher sich in den Gängen des Bero-Zentrums Illusionen in Öl hingeben. Sie können wagemutig in Abgründe blicken, mit Delphinen baden, sich von einem Clown auf einer kleinen Scheibe balancieren lassen oder es sich mitten im Besucherstrom auf einem Doppelbett bequem machen. Aber dann endet die mehrwöchige Ausstellung von dreidimensional anmutenden Gemälden des Mönchengladbacher Künstlers Gregor Wosik.

Für viele Besucher des Einkaufszentrums waren die großformatigen Gemälde die Attraktion beim Einkaufen. Neben Medimax hatten die Veranstalter eine von Wosik gestaltete malerische Meereskulisse an der Wand angebracht. Davor bot sich Besuchern die Möglichkeit, in scheinbar schwindelerregender Höhe eine Hängebrücke zu betreten. Die war natürlich nicht wacklig und darunter ging es auch nicht 100 Meter in die Tiefe. Aber man konnte so tun als ob und das „Ereignis“ im Foto festhalten. Die in modernen Handys eingebauten Kameras machen es möglich.

Das ließ sich ein Pärchen nicht entgehen. Erst betrat sie den Steg und ließ sich von ihm fotografieren. „Die Perspektive stimmt nicht ganz“, sagte sie kritisch beim Blick durch die Kamera. Anschließend tauschten beide die Rollen und er versicherte mit einem ironischen Lächeln im schnoddrigen Berliner Tonfall, eigens dafür sei er aus der Bundeshauptstadt angereist.

In der so genannten Oststraße des Bero-Zentrums schien eine Frau mit einem Delphin zu baden. Täuschend echt dem Fliesenbelag der Passage nachempfundene Abbruchkanten verstärkten den realistischen Eindruck. Eine Mutter stellte ihren Kinderwagen in das scheinbar flache Becken, drückte ihrem Kind einen gelben Luftballon in die Hand und hielt das Ereignis im Bild fest.

Ein Mann gab den ganz „Mutigen“, als er sich sogar einbeinig auf jene Scheibe stellte, die der Clown an einer Stange ebenfalls über ei­nen tiefen Abgrund balancierte. Seine Partnerin hielt diese Leistung im Foto fest. Unweit, am Beginn der Nordstraße, setzte eine junge Familie ihr Schnullerkind auf das „Doppelbett“.

Gregor Wosik, dem gebürtigen Polen, haben es von Kindheit an die Meister der realistischen Ölmalerei angetan. Seit 1984 lebt er in Deutschland. Mit seinen Projekten, die immer großflächiger werden, ist er im ganzen Bundesgebiet unterwegs.

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