Casting-Show

RTL lädt zum Casting für das „Supertalent“ in Oberhausen

Wollen mit akrobatischen Tänzen in die Fernsehshows des „Supertalents“: Diana, Lena, Diana und Viktoria (v.l.) vom Tanzstudio Schmetterling.

Foto: Michael Dahlke

Wollen mit akrobatischen Tänzen in die Fernsehshows des „Supertalents“: Diana, Lena, Diana und Viktoria (v.l.) vom Tanzstudio Schmetterling. Foto: Michael Dahlke

Oberhausen.   Der Fernsehsender RTL lädt zum offenen Casting für das „Supertalent“. Springende Kaninchen und Tanzmäuse stellen sich der Jury – ohne Bohlen.

Supertalent 2017 werden! Das ist das Ziel, das viele junge und ältere Talente am Dienstag zum NH-Hotel in der Oberhausener Innenstadt führte: Der Fernsehsender RTL hatte zum offenen Casting aufgerufen, bei dem ein Platz in den TV-Shows zu ergattern war. Dem Sieger der Show winken 100.000 Euro und ein Auftritt in Las Vegas.

Zwei junge Mädchen wollen den Kandidaten und der Jury bei den Auftritten zuschauen. Eine Mitarbeiterin muss sie gleich doppelt enttäuschen: „In die Räume darf leider niemand außer den Teilnehmern und den Mitarbeitern der Produktionsfirma rein und die echte Jury ist heute auch nicht da.“ Kein Pop-Titan Dieter Bohlen und kein Bruce Darnell also – die Mädchen planen nun, Karten für die Shows zu kaufen.

In diese Shows will auch Tom Touri (46). Der Party-Schlagersänger ist schon seit vergangenem Jahr am Ballermann auf Mallorca anzutreffen, nun versucht er sein Glück bei der Casting-Show: „Ich singe schon seit fünf Jahren und verdiene mir so etwas nebenbei“, sagt der Mann, der eigentlich Bürokaufmann ist. „Ich habe schon zwei eigene Lieder geschrieben, covere aber auch gerne Songs“. Er tritt mit dem Kinderlied „Hab’ ne Tante aus Marokko“ an – vergebens. Die Jury aus Mitarbeitern von RTL lässt ihn nicht eine Runde weiter. „Kein Problem, ich fliege Donnerstag nach Mallorca zum Ballermann-Opening und mache im Bierkönig bei einem Newcomer-Wettbewerb mit“, sagt Tom.

Akrobatische Tanzgruppe vom Tanzstudio Schmetterling

Akrobatisch wird es bei sieben Mädchen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren. Die Mädchen vom Tanzstudio Schmetterling haben eifrig geprobt – waren sie doch 2016 schon beim Casting, doch damals reichte es nicht. „Sie zeigen modernen Show- und Kindertanz“, erzählt ihre Trainerin Natalie Mitraev. Diana (5) und Viktoria (5) wollen mit ihrer Gruppe gemeinsam Supertalent werden. „Ich schlage am liebsten ein Rad“, erzählt Viktoria. Gelenkig sind sie alle, Spagate sind kein Problem. Beide trainieren schon drei Jahre. „Mir macht das Tanzen in der Gruppe besonders viel Spaß“, sagt Diana.

Ganze fünf Stunden hat das Make-up von Amma Grace (21) und Rose (20) gedauert. Die Drag-Queens heißen eigentlich Marvin und Sebastian und wollen die Jury mit Gesang überzeugen. „Ich bin totaler Schlagerfan und singe darum etwas von Helene Fischer und Michelle“, sagt Amma. Ihre Partnerin hat sich Amy Winehouse und Beyoncé ausgesucht. Rose hat bereits Erfahrungen mit der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“. Ob die Drag-Queens und die Kinder weiter sind, stand beim Besuch noch nicht fest.

Tierische Unterstützung hat der Verein „Wupper Hopper“ aus Wuppertal in Form von niedlichen Kaninchen mitgebracht. Doch sie sind der eigentliche Star der Gruppe: über verschiedene Hindernisse sollen sie springen - „normal tun sie das auch, heute war die Eingewöhnung etwas schwierig“, sagt Uwe Brosig. Seine Frau Kirsten ergänzt: „Sie sind halt keine Hunde, wenn sie keinen Bock haben, geht’s halt nicht.“ Die Jury sieht darin die Problematik für die Shows – die Gruppe ist ausgeschieden. Ihre Töchter Michelle (13) mit Marshmallow und Julia (14) mit Milka sind trotzdem zufrieden.

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