Schöffengericht

14 Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs im Marler Stern

Foto: Kurt Michelis

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Marl.  Fajk A. (28) zieht es magisch in den Marler Stern. Leider hat er Hausverbot und nun 14 Anzeigen wegen Hausfriedensbruch am Hals. Und nicht nur die. Insgesamt 21 Anklageschriften musste das Schöffengericht Marl nun durcharbeiten – von Betrug bis hin zu Unterschlagung.

Für fast alles hatte der Angeklagte eine Erklärung, manche seiner Einlassungen ließen sich nicht widerlegen. Als er in einer Bank in Marl indes der Versuchung nicht widerstehen konnte, das „herrenlos“ im Fach eines Automaten liegende Geld einer Kundin an sich zu nehmen, die gerade Kontoauszüge drucken ließ, lieferte die Kamera den Beweis. Auch dem Raub eines angeketteten teuren Rades vor dem Marler Stern gab Fajk A. zu.

Anderes indes bestritt er – etwa, dass er Camping-Gasflaschen umbeschriftet habe, um Geld bei der Rückgabe zu bekommen. Er habe nichts verändert. Das Gegenteil war nicht beweisbar.

Einem unklaren Fall wird das Gericht aber noch nachgehen: Wo sind Geld und Pakete geblieben, die der Angeklagte als Auslieferfahrer in Händen hatte? Die Firma wirft ihm vor, das Geld kassiert und die Pakete nicht abgeliefert zu haben. Fajk A. widerspricht. Übrig blieben 14 Hausfriedensbrüche, fünfmal Fahren ohne Fahrerlaubnis, zweimal Betrug, zweimal Diebstahl und eine Unterschlagung. Das Gericht schloss sich dem Antrag der Staatsanwältin an: ein Jahr und neun Monate Haft auf Bewährung.

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