Bürgerfest

Ilona Rathmann zu Gast im Schloss Bellevue

Ilona Rathmann beim Bürgerfest in Berlin, Schloss Belevue

Foto: Rathmann

Ilona Rathmann beim Bürgerfest in Berlin, Schloss Belevue Foto: Rathmann

Warstein/Berlin.  Die Warsteinerin Ilona Rathmann gehört zu 5000 geladenen Gästen, die beim Bürgerfest im Schloss Bellevue in Berlin dabei waren. Es war erlebnisreich.

Die Post kam überraschend im Juli: Eine schön gestaltete Einladung für das Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue flatterte bei Ilona Rathmann in den Briefkasten. Begeistert und mit vielen positiven Eindrücken ist sie nun aus Berlin zurückgekehrt.

Warum sie ausgewählt wurde, das letzte Bürgerfest von Bundespräsident Joachim Gauck zu besuchen, kann Ilona Rathmann nur vermuten. „Ich denke, dass es mit dem Ehrenamtspreis des Kreises Soest zusammenhängt, den ich letztes Jahr bekommen habe.“ Was sie genau in Berlin bei diesem Fest erwarten würde, davon hatte die Warsteinerin keine Vorstellung, aber auf jeden Fall hatte sie Lust, ein schönes verlängertes Wochenende zusammen mit ihrer Schwester Angela Krämer in der Bundeshauptstadt zu verbringen, und sagte begeistert zu.

Vor vier Wochen kamen die Eintrittskarten mit einer Anfahrtsskizze sowie der Aufforderung, einen Lichtbildausweis mitzubringen. Auch eine Taschenkontrolle wurde angekündigt. „Das war wie am Flughafen. Wer eine Jacke mit hatte, musste auch die durch den Scanner schieben.“ Durch das Schloss Bellevue hindurch ging es anschließend, bevor man im großen Park auf das Festgelände kam.

„Später konnte man das Schloss auch besichtigen. Wir haben den Saal gesehen, in dem die Empfänge stattfinden. Dort war der Tisch repräsentativ gedeckt. – Und wir haben den Schreibtisch des Bundespräsidenten gesehen. Ich denke, dass es der Schreibtisch war, an dem er offizielle Dokumente unterzeichnet, arbeiten wird er in einem anderen Büro“, erzählt Ilona Rathmann.

Detailliert schildert sie den für das Bürgerfest hergerichteten Park, die Bühnen und die zahlreichen Zelte, in denen sich Vereine und Gruppierungen vorstellten, die ehrenamtlich arbeiten, während es in anderen Verpflegung verschiedenster Art gab. „Es gab die schönsten Köstlichkeiten, angefangen bei belgischen Pralinen“, schwärmt sie.

Begeistert war sie vom Bühnenprogramm, erzählt vom Daimler-Symphonieorchester, das ausschließlich aus Mitarbeitern des Unternehmens besteht, und von Revolverheld, die auf der Hauptbühne auftraten. Auf dieser hielt auch Bundespräsident Joachim Gauck seine Eröffnungsansprache. „Es lag ihm daran zu zeigen, dass man in Deutschland nicht nur Angst und Bedenken haben muss, sondern dass man sich auch positiv engagieren kann.“

Beeindruckend sei gewesen, wie natürlich sich Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel verhalten hätten. Beide seien über das Gelände geschlendert, hätten das Gespräch mit Ehrenamtlichen gesucht. „So auf zwei, drei Meter Entfernung kam man schon an Gauck heran. Wenn man versuchte, etwas näher zu kommen, schraubten sich sofort die Bodyguards dazwischen“, schildert die Warsteinerin. Viele Prominente aus dem Showgeschäft, Schauspieler aber auch Politiker wie Renate Künast und Barbara Hendricks seien beim Fest gewesen. „Aber der größte Teil waren ganz normale Menschen.“

Park schön illuminiert

Ehrenamtliche, die sich aber beim Bürgerfest auch einem gewissen Dresscode unterwerfen mussten. „Trachten wurden gerne gesehen. Es gab die unterschiedlichsten Trachten aus ganz Deutschland, die man teilweise nur von Fotos kennt.“ Rund 5000 Erwachsene und 500 Kinder waren geladen. „Trotzdem herrschte eine sehr friedliche, heitere Atmosphäre.“ Auch beim Warten an den Essenständen seien die Gäste nicht ungeduldig geworden.

„Die Atmosphäre hat mich sehr beeindruckt. Der Park war sehr schön illuminiert und abends zum Abschluss wurde das Schloss sehr schön angestrahlt. Es sah aus, als würden sich die Mauern bewegen. – Das war ein sehr schönes Fest.“

Würde sie sich denn gerne eine Wiederholung im kommenden Jahr wünschen? Ilona Rathmann lacht. „Wenn man noch mal teilnehmen dürfte, wäre es vielleicht nicht so schön. Und außerdem soll man ja auch anderen das Erlebnis gönnen.“

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