Betuwe-Kritiker wenden sich jetzt an Grüne Landesminister

Wesel.  Der Verband der Bürgerinitiativen entlang der Betuwe-Linie „Betuwe - so nicht! sondern besser!“hat jetzt die beiden Landesminister der B90/Grünen in der NRW Landesregierung, Barbara Steffens und Johannes Remmel, angeschrieben. „Im Programm der B90/Grünen für die Landtagswahl nächstes Jahr bekennt sich die Partei zu echtem Lärmschutz, so wie unsere Bundesregierung ihn den Bürgern in Baden-Württemberg bereits per Bundestagsbeschluss zusteht und mit 1,5 Milliarden Euro bezahlt“, schreibt Gerd Bork, der Sprecher der Bürgerinitiativen. Und weiter: „Wir in NRW sind nach wie vor Bürger zweiter Klasse – das darf nicht sein!“ Es reicht nicht, Forderungen in ein Wahlprogramm zu schreiben, gehandelt werden müsse jetzt.

Die Bündnis90/Grünen-Minister müssten mehr Druck auf ihren SPD-Kollegen Michael Groschek und die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ausüben, damit sie endlich auch den Niederrhein in Berlin vertreten.

„Es geht um unseren Schlaf und damit um unsere Gesundheit in Zukunft! Direkt und täglich betroffen sind viele Tausende Anwohner, denn der Lärm dringt viele hundert Meter weit in die Wohngebiete“, erläutert Bork weiter.

Die Betuwe-Kritiker wollen die Positionen der Parteien zum Lärmschutz vor der Wahl 2017 gegenüberstellen und sind gespannt auf Antworten. Die Bürgerinitiativen entlang der Betuwe-Linie protestieren schon seit Jahren gegen einen rücksichtlosen Gleis-Ausbau ohne ausreichende Sicherheitstechnik und ohne zeitgemäßen Lärmschutz.

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