Schulprojekt

Schüler aus Wesel informieren sich über regionale Produkte

Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums präsentierten Speisen und Lebens mittel aus der Region und der heimischen Küche – ob aus Deutschland, Syrien oder Afghanistan.

Foto: Markus Joosten

Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums präsentierten Speisen und Lebens mittel aus der Region und der heimischen Küche – ob aus Deutschland, Syrien oder Afghanistan. Foto: Markus Joosten

Wesel.   Jungen und Mädchen der Koch-AG und der internationalen Klasse des Konrad-Duden-Gymnasiums präsentierten die Ergebnisse eines Aktionsmonats.

Immer der Nase nach – so findet man den Kochsalon des Konrad-Duden-Gymnasiums im ersten Obergeschoss des Schulgebäudes schnell: Es riecht nach Bratkartoffeln, Äpfel werden hier geschnitten und außerdem exotische Speisen zum Beispiel aus Afghanistan zubereitet. So kommt es, dass mit Reis gefüllte Weinblätter plötzlich neben Bockwürstchen aufgetischt werden. Mädchen und Jungen aus der Koch-AG sowie der internationalen Klasse waren am Dienstag fleißig und präsentierten ihren Mitschülern in der großen Pause die Ergebnisse zum Thema ihres Aktionsmonats „Wissen wo’s herkommt - Lebensmittel aus der Region“.

Teilnahme am Projekt

Hintergrund dieses Projekts ist der Wettbewerb „Echt Kuh-l“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das bereits im Oktober gestartet ist. Nicht zum ersten Mal hat Lehrerin Sabine Schwarz-Schellewald mit ihrer Koch-AG daran teilgenommen.Das Thema in diesem Jahr lautete Regionalität. „Regionale Küche ist auch ein bisschen Heimat“, sagt die Leiterin der AG. Daher machten auch internationale Schüler mit und zeigten, wie ihre Speisen aus ihrer Heimat zubereitet werden, und wie sie schmecken. Das Lieblingsgericht von Farshaf (16) ist eine Art Eintopf mit Knoblauch und Zwiebeln, das sei aber für das Projekt etwas zu umständlich gewesen, erklärt er. Dafür bereiten er und Fahim (12) „Lolekbab“ zu – gestampftes und mit verschiedenen Gewürzen versehenes Rindfleisch, das sie zu Würstchen rollen und braten.

Welche Artikel sind eigentlich regional und was bedeutet das? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler im Rahmen des Projektes. Sie nahmen die Schulmensa unter die Lupe und stellten fest, dass die Produkte aus dem Münsterland kommen. Außerdem besuchten die Schüler Betriebe wie Edeka Komp oder Erzeuger wie die Obstplantage Clostermann, um mehr zu erfahren. Die Erkenntnis: „Dass es viele Betriebe und Märkte gibt, man sich aber informieren muss“, sagt Sabine Schwarz-Schellewald. Im Lebensmittelladen seien die regionalen Produkte oft nicht gut zu erkennen.

Einen Kürbis findet man auch im Frühjahr im Supermarkt, aber passt das zur Saison? Nein, der komme dann aus Südafrika hätten die Kinder festgestellt, berichtet Lehrerin Sabine Schwarz-Schellewald. So stellten sie auf einer Liste ausführlich zusammen, welche Produkte zu welcher Jahreszeit Saison haben.

So konnten die Schüler am Dienstag in der Pause Plakate bestaunen, Säfte testen, an Gewürzen schnuppern und natürlich leckeres Essen probieren: „Hier riecht es gut“, sagt eine Schülerin, als sie die verschiedenen Stationen entdeckt. So machte die Koch-AG ihren Mitschülern regionale Produkte und exotische Speisen schmackhaft.

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