Mietrecht

Mieterin muss nicht für Hochdruck-Entfernung von Straßenkreide zahlen

Mit dem Hochdruckreiniger gegen Straßenkreide? Das hielten die Richter denn doch für übertrieben.

Foto: dapd

Mit dem Hochdruckreiniger gegen Straßenkreide? Das hielten die Richter denn doch für übertrieben. Foto: dapd

Wiesbaden.  Ein Vermieter wollte seine Mieterin an den Kosten einer Hochdruckreinigung beteiligen. Der Grund: Das Kind der Mieterin hatte mit Kreide auf der Straße gemalt. Die Reinigungsaktion des Vermieters hielten die Richter eines Amtsgerichts allerdings für übertrieben: Der habe auch auf Regen warten können. Die Mieterin musste nichts zahlen.

Um Kreidebilder von der Straße zu entfernen, muss ein Vermieter nicht gleich zum Hochdruckreiniger greifen. Er darf die Kosten für solch eine Aktion nicht einer Mieterin in Rechnung stellen, deren Sohn den Boden vor dem Hauseingang mit Straßenmalkreide bemalt hatte.

Das entschied das Amtsgericht Wiesbaden. Der Vermieter hatte das Kunstwerk des Kindes umgehend beseitigt und in der Betriebskostenabrechnung Kosten in Höhe von 44,08 Euro für den Einsatz des Hochdruckreinigers aufgeführt. Völlig unangemessen, urteilten die Richter. Das sei mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Der Vermieter hätte einfach den nächsten Regen abwarten können. (dapd)

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