Studie

Viele Bauverträge haben schwere Mängel

Berlin. 97 Prozent aller Bauverträge, die private Bauherren mit Bauträgern abschließen, enthalten schwere Mängel - zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Verbandes Privater Bauherren (VPB). Zusatzkosten sind demnach oft schon vorprogrammiert.

Zusatzkosten lassen sich bei einem Hausbau selten vermeiden. Wie der VPB jetzt jedoch bei der Vorstellung der Studie bemängelte, sind so gut wie alle Bauverträge privater Bauherren so verfasst, dass diese Mehrkosten bereits vorprogrammiert sind. "Unerwartete Zusatzausgaben aufgrund unvollständiger Leistungsbeschreibungen sind üblich", zitiert "Focus Online" dazu VPB-Präsident Thomas Penningh.

Für die Studie haben zwei Berliner Rechtsanwälte in den Jahren 2003 bis 2012 insgesamt 117 Bauverträge zwischen Baukunden und Generalunternehmen beziehungsweise Bauträgern untersucht. Dabei waren laut Studie viele unverzichtbare Posten wie der Erdaushub oder die Anschlüsse oft nicht mit aufgeführt. Später mussten die Baukunden die Kosten dafür entsprechend zusätzlich finanzieren.

Weitere Kritikpunkte der Studie sind sogenannte Änderungsvorbehalte, die es den Unternehmen häufig ermöglichen, den Leistungsumfang von sich aus abzuändern, sowie die Tatsache, dass der vereinbarte Festpreis oft nur für eine bestimmte Zeit galt. Verbindliche Termine für die Fertigstellung fänden sich dagegen nur in 17 Prozent der Bauverträge.

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