Eishockey

Absolute Dominanz über Krefeld und vier Überzahltreffer

Die serlohn Roosters überzeugten im Test gegen die Krefeld Pinguine.

Foto: Dennis Echtermann

Die serlohn Roosters überzeugten im Test gegen die Krefeld Pinguine. Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.   Roosters beenden Testspielphase mit überzeugendem 5:1 gegen den Ligarivalen. „Was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen“.

Die Roosters können mit einem guten Gefühl in die am Freitag startende Saison gehen. Die Generalprobe gegen Krefeld verlief erfolgreich, nachdem schon zwei Tage zuvor gegen Köln eine gute Leistung gezeigt worden war. Nach einer überzeugenden Vorstellung schickten sie die allerdings auch schwachen Pinguine mit 1:5 nach Hause, und mit großem Applaus wurden die Roosters-Cracks in die Saisoneröffnungsfeier geschickt.


Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 5:1 (2:0, 1:1, 2:0). Die Zuschauer erlebten eine über weite Strecken einseitige Partie mit einer absoluten Dominanz der Sauerländer. Die zeigten viele gute Spielzüge, standen in der Abwehr um den nur selten geprüften Mathias Lange sicher, verbuchten viele Scheibengewinne schon bei der Rückwärtsbewegung, lösten sich schnell, drangen schnell in die gegnerische Zone vor und setzten die Pinguine sofort unter Druck. Und schon beim ersten Powerplay stellte sich der Erfolg ein. Nachdem Travis Turnbull zuvor mehrfach mit seinen Schüssen gescheitert war, klappte es dann doch nach einem druckvollen Powerplay (8.). Auch das 2:0 fiel in Überzahl. Nach schöner Puckstaffette schloss in zentraler Position stehend Chris Brown ab (18.). Dieser Zwei-Tore-Rückstand schmeichelte den harmlosen Pinguinen noch.

Frühe Auszeit, weil Team die spielerische Linie verliert

Auch im zweiten Abschnitt dominierten die Hausherren, aber spielerisch hakte es, Trainer Jari Pasanen sah sich zu einer Auszeit veranlasst. (30.). Der Erfolg stellte sich sofort ein. Zunächst scheiterten Marko Friedrich und Marcel Kahle am stark reagierenden Klein. Gegen den ansatzlosen Schuss von Chad Costello aus zentraler Position war der KEV-Goalie aber machtlos (31.).

Danach wurde es etwas hitziger. Zunächst jubelten die Fans Dieter Orendorz zu, als er an der Bande einen Zweikampf gegen seinen Bruder entschied. „Dieter, Dieter!“, skandierten sie. Wenig später galt der Applaus Brown, der sich auf dem Eis einen ebenfalls siegreiche Zweikampf mit Antonin Manavian lieferte und dieses Duell dann verbal auf der Strafbank fortführte, beide hatten dazu 14 Minuten Zeit. In dieser „Abkühlphase“ gelang den Gästen das erste Tor durch Vainonen, Lange war die Sicht genommen (39.).

Christopher Fischer wird von Puck im Gesicht getroffen

Äußerst unglücklich begann der Schlussabschnitt. Zunächst verletzte sich Christopher Fischer, als er vom Puck am Mund getroffen wurde und mit der Verdacht auf Kieferbruch in die Klinik musste (41.). Dann kassierte der IEC eine Bankstrafe, und Marko Friedrich musste kurz danach wegen Checks von hinten sogar für zwölf Minuten nach draußen. Doch in der 65 Sekunden langen 3:5-Unterzahl hielten sich die Roosters schadlos, auch dank einiger Lange-Paraden. Danach gingen sie wieder in den Angriffsmodus über, das KEV-Gehäuse stand unter Druck, mehrfach gab es Szenenapplaus, der beim 4:1 noch lauter wurde. In Überzahl hatte Johannes Salmonsson getroffen – das dritte Powerplaytor. Dem folgte kurz vor dem Ende ein weiterer Überzahltreffer durch Jack Combs (57.).

Iserlohn: Lange – Martinovic, Fischer; Schmidt, Bonsaksen; D. Orendorz, Larsson; Shevyrin – Costello, Turnbull, Combs; Down, Jaspers, Salmonsson; Florek, Bassen, Brown; Kahle, Weidner, Friedrich; Blank

Krefeld: Klein (56:51 Weidekamp)- Davis, St. Pierre; Vainonen, Manavian; Seifert, Keussen; Faber - Trettenes, Feser, Kristiansen; Grygiel, Schymainski, Hofland; Müller, Umicevic, Pietta; K. Orendorz, Mieszkowski, Ness; Kuhnekath

Tore: 1:0 (7:22) Turnbull (Brown, Combs/5-4), 2:0 (17:53) Brown (Costello, Turnbull/5-4), 3:0 (30:49) Costello (Turnbull, Combs), 3:1 (38:41) Vainonen (Pietta), 4:1 (50:11) Salmonsson (Down, Jaspers/5-4), 5:1 (56:51) Combs (Schmidt, Turnbull/5-4)

Schiedsrichter: Köttstorfer/Schrader – Strafminuten: Iserlohn 12 + 10 (Brown, Friedrich) – Krefeld 20 + 10 (Manavian) - Zuschauer: 3249

Roosters-Trainer Jari Pasanen: „Wir haben im ersten Drittel richtig gutes Hockey gespielt. Was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen. Die Auszeit habe ich genommen, weil da die Linie fehlte. Da habe ich die Spieler gefragt, ob ihnen das selbst gefällt, und sie haben Nein gesagt.“

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