Erster Spatenstich für Waldorfkindergarten

Ennepetal.   Kleinkinder buddelten in einem aufgeschütteten Sandhaufen, Eltern bastelten Blumenkränzchen für den Kopfschmuck, Geigenmusik erklang und dann stimmten alle ein: „Alle Vögel sind schon da!“ Der Waldorfkindergartenverein hatte zum Wiesenfest an der Vilvoorder Straße in Voerde-Nord geladen, wo wahrscheinlich noch in diesem Jahr der Waldorfkindergarten eröffnet wird. Beim Wiesenfest konnten die Eltern und Anwohner aus der Nachbarschaft spüren, was in Zukunft auf der Wiese vor dem Bolzplatz geschehen wird. Kinder werden fröhlich sein, singen, musizieren, basteln und die Natur erleben, dabei begleitet von Kindergärtnerinnen. Denn so wollen die Erzieherinnen genannt werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kleinkinder buddelten in einem aufgeschütteten Sandhaufen, Eltern bastelten Blumenkränzchen für den Kopfschmuck, Geigenmusik erklang und dann stimmten alle ein: „Alle Vögel sind schon da!“ Der Waldorfkindergartenverein hatte zum Wiesenfest an der Vilvoorder Straße in Voerde-Nord geladen, wo wahrscheinlich noch in diesem Jahr der Waldorfkindergarten eröffnet wird. Beim Wiesenfest konnten die Eltern und Anwohner aus der Nachbarschaft spüren, was in Zukunft auf der Wiese vor dem Bolzplatz geschehen wird. Kinder werden fröhlich sein, singen, musizieren, basteln und die Natur erleben, dabei begleitet von Kindergärtnerinnen. Denn so wollen die Erzieherinnen genannt werden.

30 Jahre alter Spaten

Das betonte Rita Hoffmann, die im Hasper Waldorfkindergarten die Gänseblümchen-Gruppe leitet, in ihren Begrüßungsworten, ebenso nenne man sich nicht Kita, sondern Kindergarten.

Rita Hoffmann verglich die Entwicklung eines Kindes mit dem Wachsen einer kleinen Pflanze zur Blume. Das Menschenbild Rudolf Steiners (1861-1925) und die Anthroposophie präge die Erziehungsarbeit im Kindergarten. „In seiner Einzigartigkeit wollen wir das Kind schützend begleiten und es sich entwickeln lassen – in Zusammenarbeit mit den Eltern.“

Dann passierte etwas Ungewöhnliches. Den ersten Spatenstich nahmen nicht Vertreter des Waldorfkindergartenvereins und der Stadt, sondern drei Ennepetaler Kinder vor. Sie stachen mit etwa 30 Jahre alten Spaten ins Erdreich. Diese Spaten hatten einmal Eltern aus ihrem Dänemark-Urlaub mitgebracht und dem Hasper Kindergarten geschenkt, so Rita Hoffmann.

Ein weiteres schönes Bild: Ein kleiner Junge mit Kinderschaufel schloss sich den Buddlern an. Dann gab es doch noch zwei kleine Reden. Bürgermeisterin Imke Heymann betonte, wie froh sie sei, nun einen Waldorfkindergarten in der Stadt zu haben. Die Bürgermeisterin erzählte von der Vertragsunterzeichnung mit dem Waldorf-Kindergartenverein und dem Investor, der Materio GmbH, die den Kindergarten in ökologischer Holzbauweise errichtet. Imke Heymann sagte auch, dass es für die Stadt schön sei, Kindergärten in unterschiedlicher Trägerschaft zu haben. Stefan Nöcker, der als einer der Geschäftsführer in dem Unternehmen Materio für Investitionen und Vertragsfragen zuständig ist, sagte, dass alle Kinder der Geschäftsführer „Waldorf-Kinder“ seien, aber das Unternehmen jetzt zum ersten Male einen Waldorf-Kindergarten errichte. Dann erfuhren die Besucher: „Der Baggerführer hat sich schon alles angeguckt. So schnell wie möglich geht es jetzt los.“ Wer einen Waldorfkindergarten von Innen sehen wollte, der konnte mit einem gecharterten Bus nach Haspe fahren, andere Besucher ließen sich vor Ort Baupläne erklären, genossen gesunde Köstlichkeiten und entdeckten Waldorftypisches, zum Beispiel Tücher. Das Wiesenfest gab einen kleinen Einblick über das künftige Geschehen im Waldorfkindergarten in Voerde-Nord an der Vilvoorder Straße auf dem Grundstück vor dem Bolzplatz, der auch weiterhin bestehen bleibt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben