Fußball-Bezirksliga

„Tolle Leistung“ trotz Niederlage

Schnurstracks lief er los. Nach seiner Heimspiel-Premiere als Cheftrainer des VfB Lohberg machte sich Patrick Frosch sogleich auf zur Gästebank. Dort gratulierte der 32-Jährige den Verantwortlichen der DJK Blau-Weiß Mintard zum 1:0 (0:0)-Sieg. Und er empfing ein Lob, das er nachher wie folgt wiedergab: „Mintards Trainer meinte, dass der Sieg glücklich zustande gekommen sei“, so Frosch. „Eigentlich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen.“

Schnurstracks lief er los. Nach seiner Heimspiel-Premiere als Cheftrainer des VfB Lohberg machte sich Patrick Frosch sogleich auf zur Gästebank. Dort gratulierte der 32-Jährige den Verantwortlichen der DJK Blau-Weiß Mintard zum 1:0 (0:0)-Sieg. Und er empfing ein Lob, das er nachher wie folgt wiedergab: „Mintards Trainer meinte, dass der Sieg glücklich zustande gekommen sei“, so Frosch. „Eigentlich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen.“

Die Enttäuschung über die knappe Niederlage gegen den Tabellenführer war Frosch allerdings nicht anzumerken, als er sich kurz nach der Partie den Fragen stellte. Er sprach – zu Recht – von einer „tollen Leistung“ seiner Auserwählten und resümierte: „Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen.“ Frosch weiß, dass „wir hier trotz guter Leistung zwar wieder mit leeren Händen stehen“, zum fünften Mal im sechsten Ligaspiel, „aber wir können ganz viel Positives mitnehmen“. Etwa die Erkenntnis, dass das veränderte Defensivkonzept schon jetzt, nach einwöchiger Probe, funktioniert. Frosch dozierte: „Wir wollten früher den Spielaufbau stören, schon weit in der gegnerischen Hälfte, und versuchen, uns nicht zu tief in die eigene Hälfte drängen zu lassen.“ Das gelang insbesondere dank des eifrigen Tagwerks der Angreifer Stanley Andrud und Mohamad Al-Farra, die von Frosch konsequent auf die ballführenden Verteidiger getrieben wurden. „Fußball hat viel mit Disziplin zutun, gerade die Arbeit gegen den Ball“, sagt Frosch. Er führt aus: „Ich arbeite viel im taktischen Bereich. Taktische Disziplin ist das A und O. Noch ein Jahr ohne diese Disziplin – letztes Jahr hat Lohberg 86 Gegentore kassiert – können wir uns nicht erlauben.“ Als Kritik an der Arbeit seines Vorgängers Thomas Grefen will Frosch dieses (durchaus brisante) Statement nicht verstanden wissen. Ob die Spieler in der Vorsaison optimal eingestellt wurden, könne er nicht beurteilen.

Fakt ist: Froschs Team stand kompakter als zuletzt, gewährte dem Ersten der Tabelle nur wenige Abschlussaktionen. Das Tor des Tages erzielte Mintards Lukas Grötecke per direktem Freistoß (63.). Der auf der Linie ansonsten gute VfB-Keeper Jan Czarnetzki ließ den haltbaren Schuss passieren. „Jan sagt selber, dass er sich verspekuliert hat“, so Frosch später. Offensiv kam der VfB in der zweiten Halbzeit zu gefährlichen Abschlüssen, Orkay Güclü (48.) und Andrud (66., 74.) vergaben allerdings.

Der VfB Lohberg verlor somit erneut, rangiert weiterhin auf dem vorletzten Platz, nur der 1. FC Mülheim ist schlechter. Frosch weiß um die prekäre Situation, demonstriert indes Optimismus: „Wenn wir die nächsten Wochen so arbeiten wie heute, dann kommen wir da raus.“

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