Feuerwehrhaus

Umbau des Feuerwehrhauses in der Kritik

Das Feuerwehrhaus in Belecke soll ab Herbst umgebaut werden.

Foto: Jana Naima Fischer

Das Feuerwehrhaus in Belecke soll ab Herbst umgebaut werden. Foto: Jana Naima Fischer

Belecke.   Die Pläne für den Umbau des Belecker Feuerwehrhauses wurden von den Anwohnern scharf kritisiert. Dabei ging es auch um den geplanten Radweg.

Orangefarbene Pylone markieren die neuen Ausfahrten, die nach dem Umbau des Feuerwehrhauses in Belecke entstehen sollen. „Wir nutzen die komplette Fläche aus“, sagt Sabine Leitner, Fachbereichsleiterin Technischer Dienst Warstein. „Ein gewaltiger Umbau“, fügt Michael Döben von der Feuerwehr hinzu. Sie stehen vor dem Altbau und informieren die Anwohner über die geplanten Umbaumaßnahmen (wir berichteten). Im Herbst soll der erste Bauabschnitt angegangen werden.
Der Altbau: Die jetzige Fahrzeughalle soll der neue Verwaltungstrakt werden, mit Büros, Schulungsräumen und Werkstatt.
Der Neubau: Im Neubau werden Umkleideräume und die Fahrzeughalle untergebracht. Er wird ein Flachdach mit Gefälle bekommen.
Der kleine Anbau (links): Hier beginnen die Bauarbeiten. Im kleinen Anbau wird die Technik untergebracht, so dass alles so schnell wie möglich funktioniert.
Das alte Haus (rechts): Zurzeit leben in dem Wohnhaus Flüchtlinge. „Sie werden eine neue Wohnung bekommen“, sagt Sabine Leitner. Dass das Haus abgerissen werde, sorge für eine bessere Einsicht der Straße.
Die Gabionenwand: Das Stahlgerüst soll mit heimischen Steinen befüllt werden und Lärm abhalten. Die Anwohner bringen Kritik vor:

„Wir gucken eine halbe Stunde auf die Fahrbahn, weil sich hier alles staut. Kann man den Pillenweg nicht zur Einbahnstraße für diejenigen machen, die sich zum Beispiel Richtung Sichtigvor orientieren?“ Johannes Hellermann, Straßenplanung Warstein, argumentiert dagegen: „Bei einer Einbahnstraßenregelung werden immer andere Straßen mehr belastet.“

„Die Wagen der Feuerwehr rasen hier um die Ecke und schneiden die Gegenfahrbahn. Kann man da nicht etwas tun?“
Sabine Leitner schließt eine Extraausfahrt für die Einsatzwagen aus. Dies würden das Gelände und der vorhandene Platz nicht hergeben.

„Wenn Sie eh eine Gabionenwand aufstellen, dann machen Sie die doch dicker, damit der Lärmschutz auch für Anwohner besteht – jetzt wo das Wohnhaus abgerissen wird. Es bringt ja nichts, wenn ich noch mit meinem Kopf durchschauen kann.“
„Die Gabionenwände unterliegen Vorgaben“, entgegnet Johannes Hellermann. Sie würden rund einen Meter dick und genug Lärm abhalten, so dass die Anwohner kaum etwas vom Straßenverkehr mitbekommen würden. Die dicken Natursteine würden zudem eng aneinanderliegend aufgeschichtet. „Da kann niemand mit dem Kopf durchgucken!“

„Für Radfahrer und Schulkinder ist es gefährlich, zwischen den Bushaltestellen die Straße zu überqueren. Kann man nicht eine Mittelinsel aufstellen?“
Für eine Mittelinsel sei die Straße nicht breit genug, erklärt Johannes Hellermann. „Die Fahrbahn ist aber nicht erweiterbar, denn den Platz braucht die Feuerwehr für ihr Gelände. Die beste Lösung wäre eine Fußgängerampel zwischen den Haltestellen. Das ist die sicherste Alternative zur Überquerung der Straße.“

Die Diskussion um den Radweg:
Um den Radweg entlang der Wester zwischen Stütings Mühle und der Paul-Gerhardt-Straße ging es ebenfalls bei dem Termin vor Ort.

Das Projekt war mehrmals in der „Zukunftswerkstatt Belecke“ von verschiedenen Bürgern angeregt worden. Bereit im Februar war ein Antrag auf Überprüfung der Realisierbarkeit eines Radwanderweges gestellt worden. Dieser Antrag wurde nun zurückgezogen, weil er sich auf den Mühlengraben (große Wester) bezog. Der Weg am Mühlengraben habe aber aus Naturschutzgründen keine Chance, wie Gudrun Brandes und Elisabeth Friederizi, Teamleitung Arbeitskreis „Leben in Belecke“ nach einem Gespräch mit Johannes Hellermann und Heino Liese von der Stadtverwaltung einsahen.

Jetzt geht es um eine Änderung des Antrages: Zusammen mit dem Kreis Soest soll die Realisierung eines Radwegs überprüft werden, der – im Zuge der geplanten Renaturierungsmaßnahmen – ausgehend von Stütings Mühle entlang der kleinen Wester bis zur Paul-Gerhardt-Straße verlaufen soll. Im Bereich Stütings Mühle könne der Radweg dann an die Bahnhofstraße angeschlossen werden.

Den Anwohnern und Besuchern des Ortstermins der CDU-Ortsunion gefällt die neue Regelung nicht. „Ein zu großer Umweg, besonders auch für Schüler, die mal eben nach Hause wollen“, heißt es. „Zu gefährlich, weil der Weg an der B 55 entlang geht und die kreuzt.“ Johannes Hellermann argumentiert mit der Ampelanlage über die B 55, die nun gebaut werden soll. „Der Weg wird dann sicherer!“

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