Ruhrtriennale 2017

Viel zu erleben im Kunstdorf an der Jahrhunderthalle

Junge Menschen auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle in Bochum: Das Jugendprojekt der Triennale „Teentalitarismus“ ruft erneut das „Teenager-Machtgebiet“ aus.

Foto: Ingo Otto

Junge Menschen auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle in Bochum: Das Jugendprojekt der Triennale „Teentalitarismus“ ruft erneut das „Teenager-Machtgebiet“ aus. Foto: Ingo Otto

Bochum.   Open Air, der Eintritt ist frei - die Großinstallation „The Good, the Bad and the Ugly“ sollten Ruhrtriennale-Besucher nicht verpassen.

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Das Kunstdorf kommt zurück. Wie in den vergangenen beiden Jahren wird auch 2017 vor der Jahrhunderthalle in Bochum die Großinstallation „The Good, the Bad and the Ugly“ aufgebaut. Für Besucher ist das Festivalzentrum wohl die einfachste Art, die Ruhrtriennale zu entdecken. Der Eintritt ist kostenlos, es ist täglich geöffnet, das Programm ist vielseitig – und schon jetzt steht fest: Nach dieser Spielzeit wird es das kreative Kunstdorf kein weiteres Mal geben. Also los, es ist die letzte Chance für einen Besuch!

Gratis-Kunst im Festivaldorf

Das Wort „Refektorium“ beschreibt klassischerweise den Speisesaal eines Klosters. Doch eben diesen Begriff haben die Macher der Ruhrtriennale gewählt, um ihr Festivalzentrum inmitten des Kunstdorfes zu beschreiben. Es ist ein Ort für Geist und Körper, ein Ort zum Schauen und Mitmachen. Noch.

Denn das niederländische Atelier Van Lieshout setzt in diesem Jahr einen Schlusspunkt: „The End of Everything“ („Das Ende von allem“), lautet das Motto vom 18. August bis zum 30. September.

Reflexion über Kunst und Konsumverhalten

Die neuen Arbeiten des Künstlers Joep van Lieshout sind eine Reflexion über die Kunst und die Welt, die das Konsumverhalten kommentieren. „Ihnen liegt die Idee zugrunde, dass alles in großem Maßstab zerstört werden muss, um Platz für einen kreativen Neuanfang zu schaffen“, heißt es dazu.

Zu sehen gibt es raue industrielle Kunstwerke, großformatige Maschinen mit Namen wie „The Roller“, „The Shredder“ oder „Conan, the Barbar“. Unter die neuen Arbeiten mischen sich aber auch Van Lieshouts Werke aus den Vorjahren, etwa der „Domestikator“, die „BarRectum“ und die „Sanitary-Silos“.

Grundsätzlich gilt im Refektorium: Hingehen und anschauen! Doch ein zusätzlicher Vorab-Blick in den Veranstaltungskalender kann nicht schaden. Schließlich haben die Ruhrtriennale-Macher für das Kunstdorf ein abwechslungsreiches Programm entworfen. Es gibt Musik und Lesungen, Filme, Führungen, Diskussionen, Partys, Audio-Touren und Workshops.

>>>Mehr unter ruhr3.com/ref und ruhr3.com/goo

Treffpunkt für die Jugend

Der Vorplatz der Jahrhunderthalle wird während der Ruhrtriennale-Wochen erneut zum „Machtgebiet für Teenager“. Für den „Teentalitarismus“ verantwortlich sind die Jugendgruppe der Ruhrtriennale, „Mit Ohne Alles“ und „Mammalian Diving Reflex“.

Es entsteht ein Territorium, in dem die Regeln und Wünsche der Teenager gelten – auch für Erwachsene. Diese dürfen zwar mitmachen, müssen sich aber an bestimmte Regeln halten, etwa die Jugendlichen ernst nehmen – oder Geheimnisse verraten, wenn es gewünscht ist.

Wer mit diesen Regeln leben kann, bekommt im Gegenzug etwas geboten: „Also, kommt mit auf eine Nachtwanderung in Duisburg-Meiderich, schaut unseren Snapchat-Dokumentarfilm an, oder besucht das Interviewformat ,Sex, Drugs and Criminality’, bei dem wir mit Künstlern der Ruhrtriennale über Themen ins Gespräch kommen, die uns brennend interessieren“, schreiben die Jugendlichen in einer Einladung.

>>>Mehr über den „Teentalitarismus“ unter: ruhr3.com/tee

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