BVB

Götze: „Sechs Punkte Vorsprung sind nicht die Welt“

Mario Götze von Borussia Dortmund im Trainingslager in Marbella.

Mario Götze von Borussia Dortmund im Trainingslager in Marbella.

Foto: dpa

Marbella.  BVB-Profi Götze hofft auf eine ähnlich erfolgreiche Rückrunde, wie es die Hinrunde war. In Sachen Vertragsverlängerung gibt er sich entspannt.

Natürlich kommt irgendwann auch die Frage nach einer Vertragsverlängerung, was ja auch nicht ganz unlogisch ist bei einem Spieler wie Mario Götze: Dessen Vertrag läuft noch bis 2020, wie bei Christian Pulisic, und den lässt Borussia Dortmund im Sommer für 64 Millionen Euro ziehen, um zu verhindern, dass er ein Jahr später ablösefrei wechselt.

Götze aber sei eine Personalie, „bei der es relativ entspannt zugeht“, sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: „Wir wollen ihn nicht loswerden, er will nicht weg.“ Gespräche über eine Verlängerung werde man „in absehbarer Zeit führen“. Auch Götze gibt sich während des Trainingslagers in Marbella „total entspannt“, wenn er danach gefragt wird. „Es gibt auch wichtigeres momentan“, sagt er. „Die Rückrunde steht an, wir haben noch große Ziele. Das werden wir zur richtigen Zeit machen.“

BVB-Profi Götze: "Ich fühle mich auch vorne drin sehr wohl"

Die Entspanntheit mag auch daher rühren, dass Götze nach schwieriger Anfangsphase mit wenig Spielminuten seinen Platz gefunden hat im System des neuen BVB-Trainers Lucien Favre: als Mittelstürmer, als Vertretung des allzu oft nicht hinreichend fitten Paco Alcácer. Dabei hatte der 26-Jährige noch in der Sommerpause immer wieder betont, dass er sich im zentralen Mittelfeld am wohlsten fühlt. Nun sagt er über die Stürmerrolle: „Die Position ist perfekt für mich.“ Weil Favre sie nämlich anders interpretiert sehen will als so manch anderer Trainer. „Ich fühle mich auch vorne drin sehr wohl, wenn es eine spielerische Neun ist“, sagt Götze, „wenn viele Wechselspiele stattfinden mit dem Zehner und den Außenstürmern, wenn Variabilität da ist, wenn man sich auch mal fallen lassen kann und nicht nur im Strafraum auf den Ball wartet.“

Die Rolle aber bringt es mit sich, dass Götze mit hoher Wahrscheinlichkeit im Laufe eines Spiels weichen muss, um Platz für den Torjäger Alcácer zu machen. „Das gehört auch irgendwo dazu, das ist Teil des Ganzen“, meint Götze dazu. „Wenn Paco reinkommt und ein Tor macht, ist es okay“, ergänzt er noch und schiebt dann grinsend nach: „Sonst nicht.“

Der Offensivspieler ist nach komplizierten Monaten und Jahren mit vielen Rückschlägen wieder selbstbewusst. Das ist auch dem aus seiner Sicht versöhnlichen Hinrundenabschluss zu verdanken, als er gegen Borussia Mönchengladbach sein wohl bestes Saisonspiel machte und zwei Tore vorbereitete. Und natürlich der exzellenten Hinrunde, dank der Borussia Dortmund an der Tabellenspitze steht. Daraus, so warnt Götze, dürfe aber niemand den Schluss ziehen, dass es immer so weiter laufe. „Sechs Punkte Vorsprung sind nicht die Welt“, mahnt er. „Man muss nur die 1:2-Niederlage in Düsseldorf sehen, um zu wissen, wie schnell es gehen kann. Mit zwei, drei schlechten Spielen, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“

Das zu verhindern, daran arbeiten Götze und seine Kollegen in Marbella, die Rückrunde soll mit dem gleichen Ehrgeiz, der gleichen Gier, dem gleichen Willen angegangen werden wie die Hinrunde. Und dann wird sicher auch irgendwann Zeit sein, mit den Klubbossen über einen neuen Vertrag zu sprechen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben