Lächeln und gute Laune sind Pflicht

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ERFAHRUNG. Jana Verweyen hat als Animateurin auf Mallorca gearbeitet. Und hat dabei als Verona Feldbusch auf der Bühne gestanden.

REES. Jana Verweyen hat die große Überraschungsparty sehr genossen, die ihr Freunde in Rees bereitet haben. "Ich habe meine Familie und meine Freunde schon sehr vermisst", gesteht sie. Vier Monate hat die 20-Jährige auf Mallorca gelebt, dort als Animateurin gearbeitet. Gut eine Woche ist sie jetzt wieder daheim in Rees, aber schon hat das Fernweh sie wieder gepackt. "Ich würde schon noch gerne eine weitere Saison als Animateurin dranhängen", bekennt die junge Frau.

Reeserin hat sich spontan online beworben

Im Fernsehen hatte Jana Verweyen "irgendwann einmal" eine Reportage über Animateure gesehen. "Das hat mich interessiert, habe es aber für mich nicht in Betracht gezogen", sagt sie. Als im Sommer Abi sowie Studien- und Berufswahl anstanden, fiel ihr die Reportage wieder ein. Jana Verweyen wollte mehr über den Job wissen, surfte im Internet und wurde fündig. "Ich habe mich spontan online als Sportanimateurin beworben", erzählt sie. Schon am nächsten Tag fand Jana einen Brief der Firma Alltours im elterlichen Briefkasten. Darin wurde die Reeserin zu einem Casting nach Duisburg eingeladen.

Mit zehn weiteren jungen Leuten musste Jana Verweyen einen ganzen Tag lang unter Beweis stellen, dass sie Alt und Jung zu betreuen und unterhalten weiß. "Unsere Aufgabe war es, das Konzept für eine Familienolympiade zu entwickeln", erzählt sie. Außerdem galt es, einen Test, in dem Allgemeinwissen abgefragt wurde, zu bestehen. Am Ende des Tages hatte die Reeserin "das Okay" - allerdings nicht als Sport-, sondern als Kinderanimateurin. "Mangel gab es halt nur für den letzten Bereich", erklärt Jana. Auch kannte sie bereits ihr Einsatzgebiet: die Insel Mallorca.

"Dort war ich nie gewesen, wollte ich aber auch nicht unbedingt hin", sagt sie mit einem Lächeln. Heute weiß Jana Verweyen, wie schön die Insel ist, wie freundlich die Leute dort sind. "Der Abschied fiel mir ganz schön schwer", gesteht sie. Und das, obwohl sie meist von morgens bis abends im Dienst war. Animateurin zu sein, sagt sie heute, das sei schon ein anstrengender Job. "Gute Laune und Lächeln ist Pflicht, selbst wenn man sich vorher die Köpfe heiß geredet hat, wie man die Animations-Ideen umsetzen möchte."

Jana Verweyens Einsatzort war das Palace-Hotel in Ca'n Picafort, einem Ort nahe Alcudia. Bis zu 30 Kinder hatte sie dort in der Hauptsaison zu betreuen. "Es gab ein festes Wochenprogramm mit Kreativeinheiten, mit Fun- und Actionsport, Nachtwanderungen und einem Fitnessprogramm", sagt sie. Wie das umgesetzt wurde, das blieb den Animateuren selbst überlassen. Und den Kindern, ob sie teilnehmen wollten oder auch nicht.

Ganz besonderen Spaß haben Jana Verweyen die abendlichen Shows gemacht. Bei den Musicals "Mamma Mia" und "Cats" stand sie auf der Bühne oder hatte die Aufgabe, bei einer Revival-Show als Verona Pooth, alias Feldbusch, einen Hotelgast mit einer Federboa zu umschmeicheln.

Die Bühnenerfahrung ist Jana Verweyen nicht ohne Folgen geblieben. "Ich kann mir jetzt auch vorstellen, im Bereich Musical oder Theater zu arbeiten", sagt sie. Noch hat sie sich aber nicht entschieden, wie es in Sachen Ausbildung oder Studium weitergehen soll. "Ich bin gerade dabei, mir einen Überblick zu verschaffen", sagt sie. Sie hofft einerseits, bald einen Ausbildungs- und Studienplatz zu bekommen. Andererseits aber auch nicht. "Denn eigentlich möchte ich ja noch eine Saison lang als Animateurin arbeiten..."VORAUSSETZUNGEN Animateure müssen eine Reihe von Fähigkeiten mitbringen. Vorausgesetzt werden u.a. Kontaktfreudigkeit, Organisationstalent, Flexibilität und die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten. Pädagogisches Geschick, Autorität, Stressresistenz, körperliche Fitness sowie Erfahrungen auf der Bühne sind von Vorteil.

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