Musik

Ein Maus-Konzert mit Ludwig van Beethoven

Beim WDR-Familienkonzert war auch die Maus dabei. 

Beim WDR-Familienkonzert war auch die Maus dabei. 

Foto: Ben Knabe / wdr

Kinderreporterin Paula Baumgarten traf Johannes Büchs bei einem Konzert mit der „Maus“ in der Essener Philharmonie.

Die Maus feierte mit einem großen Konzert einen großen Komponisten: Ludwig van Beethoven. 2020 wäre er 250 Jahre alt geworden. Beim Konzert in der Philharmonie Essen war Kinderreporterin Paula Baumgarten (9) dabei:


Am Anfang spielte das WDR-Sinfonieorchester eine Mischung aus der Titelmusik von der „Sendung mit der Maus“ und Liedern von Ludwig van Beethoven. Das klang schön. Ich fand es toll, dass auch Kinder von der Folkwang Musikschule mitgespielt haben! Dann kamen der Moderator Johannes Büchs und die Maus auf die Bühne. Johannes kannte ich schon von der „Sendung mit der Maus“ und „Kann es Johannes?“. Dann hat die Maus mit dem Publikum ein Gefühl-Ratespiel gemacht: Freude, Wut, Trauer und Überraschung. Das Orchester hat die Gefühle mit den Sinfonien Nummer 5, 8, 3 und 9 gespielt. Beethoven wollte mit seiner Musik Gefühle übertragen. Das hat der Dirigent Cristian Macelaru erzählt.

Die Musik wurde immer schneller

Johannes hat erklärt, dass das Metronom ein Tempomesser ist und zu Beethovens Zeit erfunden wurde. Das benutzen heute noch Musiker zum Üben. Zuerst hat Johannes das Metronom ganz normal eingestellt, dann richtig langsam und zum Schluss richtig schnell. Die Zuschauer haben immer dazu geklatscht, und danach hat das Orchester in der Geschwindigkeit immer das gleiche Stück gespielt, nämlich die 6. Sinfonie. Ich fand das lustig, vor allem als es ganz schnell war.

Beethoven lebte vor 200 Jahren. Damals durfte man im Konzert tanzen und musste nicht sitzen. Das haben wir auch einmal gemacht. Ich fand das besser als jetzt. Zwischendurch hat der Moderator auch Fragen gestellt und das Publikum musste die Antwort raten. Die erste Frage war: Was konnte Beethoven nicht so gut? a)Kochen b)Rückwärts einparken c)Drachen steigen lassen d)Rechnen. Dann kam ein Film zu der richtigen Lösung.

Beethovens Haus ist ein Museum

1770 wurde Ludwig van Beethoven in Bonn geboren. Beethovens Haus steht noch. Heute ist es ein Museum. Beethovens Vater sagte, Ludwig wäre ein Wunderkind. Mit 7 Jahren hat Beethoven das erste Stück vorgespielt. Mit 13 wurde das erste Stück von ihm gedruckt. Sein Vater hielt nicht viel von der Schule, er sollte lieber Klavier, Violine, Bratsche und Orgel spielen. Deswegen konnte er auch nicht so gut rechnen.

Dann kam Superheldenmusik zu dem Gefühl Wut. Die Maus ist als Superheld verkleidet auf die Bühne gekommen. Dann kam die nächste Frage: Beethoven wurde von der Polizei ins Gefängnis gebracht. Sie dachten er wäre ein…. a)Außerirdischer b)Landstreicher c)Schlechter Musiker d)Zauberer

Die Lösung kam wieder in einem Film: 1792 zog Beethoven nach Wien. Er lernte da Mozart, Haydn und Salieri kennen. Er ist immer spazieren gegangen und hat alles vergessen, weil er nur an die Musik dachte. Er hat sich auch nicht immer so ordentlich gekleidet, deswegen wurde er von der Polizei mitgenommen.

Die Maus holte Taschentücher

Dann spielte das Orchester Musik zum Gefühl Trauer. Die Maus hatte Taschentücher geholt. Dann ist die Maus wieder gegangen und kam mit Blumen wieder zurück. Johannes hat gesagt, dass Beethoven von der Natur geschwärmt hat. Danach hat das Orchester sonnige Gefühle und Gewitter dargestellt, und die Posaune, die Trompete und das Horn haben sich gestritten, wer am lautesten spielen kann. Die Maus hat sich Ohrstöpsel in die Ohren getan (die hätte ich bei dem lauten Applaus auch gebraucht). Gewonnen hat das Publikum, das war nämlich am Lautesten!

Dann hat das Orchester wieder eine Musik gespielt, und die Maus kam mit einer riesigen Schokolade, und der Moderator hat immer versucht, die Schokolade zu essen. Damit wollte er die Sehnsucht aus der Musik darstellen.

Der Komponist wurde taub

Danach kam wieder ein Film: Beethoven war nicht besonders schön, aber sehr beliebt bei den Frauen. Leider war er nie verheiratet, aber verliebt. Aber in wen hat man heute immer noch nicht herausgefunden. Beethoven wurde taub, noch bevor er 30 Jahre alt war. Das war natürlich nicht so schön für jemanden, der davor die ganze Zeit Musik gespielt hat. Doch als er taub wurde, schrieb er noch die 9. Sinfonie. Das war sein erfolgreichstes Stück. Obwohl er die ganze Musik nur noch in seinem Kopf hören konnte. Das finde ich bewundernswert.

Dann kam das Gefühl Überraschung. Die Maus ist gegangen und mit der EU-Flagge wieder auf die Bühne gekommen. In der 9. Sinfonie hat Beethoven als Überraschung einen Chor eingebaut. Das habe wir auch gemacht: das Publikum hat zusammen mit dem Orchester und dem „Jungen Chor NRW“ die „Ode an die Freude“ gesungen. Danach war das Konzert zu Ende.

Das Konzert fand ich sehr schön und lustig. Ich habe sehr viel über Ludwig van Beethoven gelernt. Ich würde das Konzert allen Kindern empfehlen, weil es Spaß macht. Man macht während des Konzerts auch Spiele, sieht kleine Filme, singt und tanzt. Ich war mit meiner Mama da, die ist zwar unmusikalisch, aber es hat ihr trotzdem sehr gefallen.

Ein Interview mit Johannes Büchs

Nach dem Konzert durfte ich noch hinter die Bühne und konnte ein Interview und Fotos mit dem Moderator Johannes Büchs machen. Johannes war sehr nett und hat sich ganz viel Zeit für mich genommen. Das fand ich toll von ihm! Meine erste Frage war, ob er Beethoven schon vor dem Konzert kannte. Er hat gesagt, dass er früher selbst ein Instrument gespielt hat und Beethoven kannte, weil der ein ganz toller Komponist war.

Er hat gesagt, dass er es toll fand, wie die Kinder und die Erwachsenen beim Konzert mitgemacht haben. Ich habe gefragt, wer die Maus erfunden hat. Das war Armin vor fast 50 Jahren. Johannes hat erzählt, dass das Mauskonzert zum dritten Mal stattgefunden hat. Vor zwei Jahren ging es um den „Bolero“ von Ravel, letztes Jahr war die Moldau, und dieses Jahr ging es um Beethoven, weil nächstes Jahr das Beethoven-Jahr ist. Das Konzert hat heute zum fünften Mal stattgefunden, immer mit anderen Kindern. Die waren vorher ganz aufgeregt, weil ungefähr 1800 Leute in die Philharmonie passen.

Ich habe gefragt, wie lange es dauert, sich auf so ein Konzert vorzubereiten. Johannes hat erklärt, dass das Skript schon vor Monaten geschrieben wurde, und die „heiße Phase“ für ihn vor ungefähr einer Woche begonnen hat. Der Dirigent spricht kein Deutsch, er musste die Sätze, die er in dem Konzert sagt, lernen. An dem Konzert sind ganz viele Menschen beteiligt, bestimmt 150. Das ist ein ganz großes Projekt.

Johannes hat gesagt, dass er es richtig schön findet, mit dem WDR-Sinfonieorchester auf der einen Seite und der Redaktion der „Sendung mit der Maus“ auf der anderen Seite, Musik für Kinder zu machen. Das WDR-Sinfonieorchester ist ein tolles Orchester, eines der besten in Europa, und die die „Sendung mit der Maus“ ist toll in der Vermittlung von Wissen an Kinder.

Wer das Konzert noch einmal sehen möchte, kann am 19. Januar 2020 um 8.10 Uhr die Aufzeichnung im WDR-Fernsehen ansehen, oder man kann sich das Konzert noch einmal live ansehen, nämlich am 24. Januar 2020 im Funkhaus in Köln.

Kinderreporterin Paula Baumgarten (9)

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