„Willis wilde Wege“

Moderator Willi Weitzel erzählt von seinen Abenteuern

Kinderreporterin Greta Zachau stellte viele Fragen.

Kinderreporterin Greta Zachau stellte viele Fragen.

Foto: Corinna Steffens

Düsseldorf.   Willi Weitzel war mit seinem Programm „Willis wilde Wege“ in Düsseldorf. Anschließend durfte Kinderreporterin Greta Zachau ihn interviewen.

Willi Weitzel war mit seinem Programm „Willis wilde Wege“ im Capitol-Theater in Düsseldorf, wo Kinderreporterin Greta Zachau seine Show sehen und ihn interviewen durfte. Hier ist ihr Bericht:

„Willi berichtete in seinem Vortrag von seinen Reisen, bei denen er viele Abenteuer erlebte. Willi erzählte nicht nur, sondern zeigte auch viele Fotos und Videos. Zu Beginn der Multivisionsshow erklärte er, wie schwierig es ist, ein gutes Tierfoto zu schießen. Neben einer Kamera braucht man dafür vor allem viel Geduld.

Willi wollte zuerst Tierfotografie lernen, um sich einen Kindheitstraum zu erfüllen: Grizzlybären in freier Wildbahn zu sehen und zu fotografieren. Deshalb führte ihn die erste Reise, von der er berichtete, auch nach Alaska. Außer Bären entdeckte er dort auch Elche. Auf dieser Reise waren Willis Frau und eines seiner Kinder mit dabei.

Spendengelder für Kenia

Als Willi noch Kind war, war er auch als Sternsinger unterwegs. Sternsinger sind Kinder, die am 6. Januar durch die Gemeinden ziehen, singen, den christlichen Segen verteilen und dabei Spenden für Kinder in ärmeren Ländern sammeln. Weil Willi einmal selbst sehen wollte, was mit den Spendengeldern passiert, reiste er in den Norden Kenias, in die Krisenregion Turkana, wo seit Jahren Dürre herrscht und die Menschen sehr wenig zum Leben haben, noch nicht einmal genügend Wasser. Mit dem gesammelten Geld wurde ein großer Brunnen gebaut, aus dem Menschen und Tiere kostenlos sauberes Trinkwasser bekommen können. Dort freundete er sich mit einem Mädchen an, das im zeigte, wie sie lebt.

Bei seiner Abreise erhielt er von der Familie eine Ziege als Abschiedsgeschenk, weil es dort Brauch ist, Gästen beim Abschied ein Geschenk zu überreichen und nicht wie bei uns dem Gastgeber eines zur Begrüßung. Da Willi die Ziege nicht mit nach Hause nehmen wollte, schenkte er sie einem Kinderhort, wo sich alle riesig über das kostbare Geschenk freuten, weil sie dann genug zu essen hatten.

Willi besuchte in Kenia auch eine Schule und stellte fest, dass die Klassen dort mehr als doppelt so groß sind wie bei uns in Deutschland.

An fremdem Ort ausgesetzt

Aber man muss nicht weit reisen, um ein Abenteuer zu erleben, wie Willi bei seiner nächsten Tour zeigte. Er hatte sich vorgenommen, einmal quer durch den Ammersee zu schwimmen, mehr als fünf Kilometer! Der Ammersee ist ein See im Süden Deutschlands, vor den Alpen. Dazu musste Willi einige Stunden in wirklich kaltem Wasser schwimmen. Hinterher war er sehr stolz auf sich.

Für seinen letzten „wilden“ Weg ließ er sich von seinem Bruder die Augen verbinden und an irgendeinem fremden Ort in Deutschland aussetzen, um zu versuchen, ohne Handy oder Geld nach Hause zu finden. Das war einfacher als erwartet, weil viele Menschen ihn trotz Bart und Brille erkannten und ihm halfen. Als er nach einigen Tagen wieder nach Hause kam, freute sich sein Bruder riesig, nahm ihn fest in den Arm, und beide waren froh, dass er es geschafft hatte.

Willi kann so gut erzählen, dass man immer gespannt auf die nächste Sache ist, von der er berichtet. Es ist nie langweilig! Vielleicht kann er auch so gut erklären, weil er Deutsch, Religion, Erdkunde und Sport unterrichtet hat, bevor er zum Fernsehen gekommen ist. Für ihn selbst gehörte die Reise nach Kenia zu den aufregendsten Erlebnissen.


Auch Willi hatte schon mal Heimweh

Mich hat auch interessiert, wie Willi seine Reisen finanziert. Einige hat das Fernsehen bezahlt oder auch das Sternsinger-Hilfswerk. Er hat auch Reisen selbst bezahlt, sogar die Kameraleute und Fotografen, und dann geht er anschließend auf Vortragsreisen wie dieser um das Geld wieder reinzuholen.

Natürlich hat Willi auch schon Heimweh gehabt, ganz schreckliches sogar, aber noch öfter Fernweh. So richtig Angst gehabt hat Willi auf Reisen auch schon mal, und zwar als er in Afrika völlig unbewaffnet einem Leoparden gegenüberstand. Noch nicht einmal ein Baum ist dagewesen, auf den er hätte klettern können. Zum Glück verschwand der Leopard einfach so!

Wenn ihr mehr von Willis Reisen hören möchtet, solltet ihr seinen Vortrag besuchen. Im Fernsehen kann man ihn einmal in der Woche um 19 Uhr mit der Sendung „Gut zu wissen“ im Bayrischen Rundfunk sehen.

Kinderreporterin Greta Zachau (12), Iserlohn

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