Abfall

Wohin mit dem ganzen Plastikmüll?

Kinderreporter Florian (rechts) im Supermarkt.

Kinderreporter Florian (rechts) im Supermarkt.

Foto: Witzke

Die Kinderreporter Florian und Mads haben untersucht, was mit dem Verpackungsmüll im Geschäft passiert. Sie wollten plastikfrei einkaufen.

Unsere Offene Ganztagsschule ist ein „Haus der kleinen Forscher“. Wir experimentieren und gehen den Dingen auf den Grund. Seit einigen Monaten beschäftigen wir uns mit der Umwelt und wieviel Müll es gibt. Deshalb sind wir in einen Supermarkt in Bedburg-Hau gegangen, und wollten sehen, ob man plastikfrei einkaufen kann und was mit dem Verpackungsmüll im Geschäft passiert.


Wir waren überrascht, dass so viele Produkte in Plastik verpackt sind: Obst- und Gemüse, Milchprodukte, Kosmetikartikel, Fleisch- und Wurstwaren, Getränke und vieles andere mehr. Lebensmittel, die in Kunststoff verpackt sind, halten länger, aber belasten die Umwelt. In der Obst- und Gemüseabteilung sind viele Produkte eingepackt, die eigentlich keine Verpackung brauchen, weil sie schon eine Schale als Schutz haben: zum Beispiel Gurken.

Man kann sich Plastiktüten nehmen, und sein Obst dann wiegen. Zum Glück kann man auch Netze kaufen, die man immer wieder verwenden kann. Leider nehmen immer noch zu viele Kunden eine Tüte für ihr Obst.


In der Kosmetikabteilung sind nicht nur die Verpackungen aus Kunststoff, sondern es ist auch Mikroplastik in den Duschgelen und Haarshampoos. Mikroplastik ist sehr schlecht für die Umwelt, weil es so klein ist (maximal fünf Millimeter). Damit man Mikroplastik vermeidet, sollte man auf die Inhaltsstoffe achten.

Müllkühlschrank im Lager

Einige Wochen später hat uns der Marktleiter durch das Geschäft geführt und unsere Fragen beantwortet. Zuerst haben wir erfahren, was passiert, wenn man Leergut in den Automaten gibt. Wir konnten sehen, wie die Plastikflaschen durch eine Maschine zerquetscht wurden. Sie werden etwa 14 Tage im Lager aufbewahrt und dann von einer Recyclingfirma abgeholt. Hinter einer Wand ist ein etwa 45 Meter langes Förderband. Das geht durch den ganzen Supermarkt und sorgt dafür, dass Getränkekästen bis ins Lager transportiert werden.


Wir durften uns auch im Lager umsehen. Dort gibt es sogar einen Müll-Kühlschrank! Den gibt es, damit sich im Sommer, wenn es heiß ist, kein Ungeziefer an der Mülltonne zu schaffen macht.


Lebensmittel, die gut erhalten sind, werden an die Tafel weitergegeben. Sie werden dort an arme Menschen verteilt.


Wir alle haben sehr viel über Müll und Müllvermeidung gelernt. Deshalb haben wir uns fest vorgenommen statt Plastik lieber Glasverpackungen (zum Beispiel bei Milch und Joghurt) und Mehrweg statt Einweg zu kaufen. Es gibt viele Wege, Plastikmüll einzusparen. Versucht es doch auch mal!


Florian Mies und Mads Schulz, Offener Ganztag, GGS St. Markus, Bedburg-Hau

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