Schule

Coronavirus: Die Schulen sind zu! Und jetzt?

In vielen Bundesländern sind die Schulen erst einmal geschlossen

In vielen Bundesländern sind die Schulen erst einmal geschlossen

Foto: Alvaro Barrientos / dpa

Die Schulen in NRW sind wegen des Coronavirus für einige Wochen geschlossen. Gelernt werden muss trotzdem.

Die Schulen und Kindertagesstätten in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben bis zum 19. April geschlossen. Damit soll verhindert werden, dass das Coronavirus sich noch schneller als bisher ausbreitet.

Jetzt muss in vielen Familien geklärt werden, wie diese Wochen ablaufen sollen. Und die Schulen erarbeiten Pläne, wie Aufgaben und Unterrichtsmaterial zu den Schülern kommen. Viele Fragen sind noch offen. Wir haben mal bei zwei Schülern nachgefragt, ob schon feststeht, wie die Wochen zuhause geregelt werden.

Pascal ist gestern mit einem übervollen Tornister nach Hause gekommen. „Wir mussten total viel Zeug mitnehmen, drei Mathebücher, zwei Deutschbücher und viele Arbeitsblätter“, erzählt der Zehnjährige. Was sie genau an Aufgaben erledigen müssen, erfahren er und seine Klassenkameraden in E-Mails von der Lehrerin. „Ich finde es gar nicht so schlecht, so lange Ferien zu haben“, sagt Pascal, „aber ich weiß noch nicht, ob ich jetzt auch meine Freunde nicht mehr sehen darf. Das fände ich dann blöd.“ Sein Notfallprogramm für die nächsten Wochen heißt Lego, Hörspiele und Monopoly spielen mit seinen Geschwistern Eric (8) und Alina (6).

Arina (10) hatte Glück. Schon Mitte der Woche war klar, dass alle Schulausflüge und Klassenfahrten gestrichen werden. Da war sie mit ihrer fünften Klasse schon in Esens an der Nordsee und durfte bleiben. „Wir haben Geocaching gemacht, Jungs geärgert und die Seehundstation besucht.“

Gestern ist sie nach Hause gekommen und hat erfahren, dass der Unterricht in den nächsten drei Wochen ausfällt. „Ich finde das schrecklich, das wird sehr langweilig!“ Sorgen um Unterrichtsstoff, den sie verpassen könnte, macht sie sich eigentlich nicht. „Wir haben ein Schulprogramm, da kommt jeder Schüler mit einem Passwort rein, und bekommt dort seine Aufgaben.“

Zu Hause bleiben sie und ihr Bruder Tobias (6) am Montag erst einmal nicht. „Ich nehme beide Kinder mit zur Arbeit“, sagt ihre Mutter Nadine Hagemus-Becker. Arina und Tobias werden ihre Mutter in der kommenden Woche in einer ganz neuen Rolle erleben. Sie arbeitet am Wirtschaftsinstitut der Hochschule Ruhr West in Mülheim an einem Forschungsprojekt. „Die Kinder nehmen Malsachen und Bücher mit und dürfen, wenn ich in einer Besprechung bin, auch mal einen Film gucken.“

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